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Kitaneubau “Kinderland” in ParchimKitaneubau “Kinderland” in Parchim

Fachbereichsleitung

Ines Müller

Tel.: 03871 / 62 25 44

Mobil: 0172 / 36 33 530

Kita-Leitbild des DRK

  • Das Kind in seiner Lebenssituation

    Das Kind in seiner Lebenssituation

    Für uns steht das Kind in seiner Lebenssituation im Mittelpunkt. Wir achten Kinder als eigenständige Persönlichkeiten, deren Würde den gleichen Stellenwert hat wie die eines Erwachsenen. Kinder sind für uns aktive Gestalter ihrer Entwicklung.

  • Die unparteiliche Grundhaltung

    Die unparteiliche Grundhaltung

    Wir erziehen, bilden und betreuen alle Kinder ohne Ansehen der Nationalität, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion, ihres Geschlechtes, der sozialen Stellung und ihrer speziellen körperlichen, seelischen und geistigen Bedingungen. Unsere Grundhaltung ist geprägt von Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung. Wir erziehen die Kinder zum friedlichen Zusammenleben. Wir stehen ein für Integration und wenden uns gegen Ausgrenzung.

  • Partei ergreifen im Zeichen der Menschlichkeit

    Partei ergreifen im Zeichen der Menschlichkeit

    Auf der Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention verstehen wir uns als Anwalt der Kinder. Gemeinsam mit allen Beteiligten setzen wir uns für die Verbesserung der Lebenssituation von Kindern ein. Wir sind nicht bereit, Unmenschlichkeit hinzunehmen und erheben deshalb, wo geboten, unsere Stimme gegen ihre Ursachen. Besondere Aufmerksamkeit richten wir auf Kinder, die von der Gesellschaft ausgegrenzt bzw. benachteiligt werden.

  • Das Personal in DRK-Kindertageseinrichtungen

    Das Personal in DRK-Kindertageseinrichtungen

    In unseren Kindertageseinrichtungen arbeiten engagierte, gut ausgebildete und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich kontinuierlich durch Fortbildung weiterqualifizieren. Wir arbeiten in Teams vertrauensvoll und partnerschaftlich zum Wohl der Kinder und ihrer Familien zusammen. Unser Verhältnis zueinander ist geprägt von Gleichwertigkeit und gegenseitigem Vertrauen. Wir nutzen Konflikte und Kritik als Chance, unsere Arbeit zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Unsere Leistungen

Wir leisten gute pädagogische Arbeit. Wir fördern die ganzheitliche Entwicklung der Kinder und bieten hierfür vielfältige Erfahrungs- und Lernräume. Wir bieten familienergänzende und familienunterstützende Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder. DRK-Kindertageseinrichtungen sind soziale Dienstleister und bieten bedarfs- und nachfragegerechte Angebote für Kinder und ihre Familien an. Wir arbeiten nachvollziehbar effizient, sparsam und wirtschaftlich. Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt Kinder werden entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen beteiligt. Den Eltern bieten wir eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit und Mitwirkung an. Wir beteiligen uns an der Ausbildung des Berufsnachwuchses, indem wir Lernfelder in der sozialpädagogischen Praxis zur Verfügung stellen. Unsere Kindertageseinrichtungen sind Orte der Begegnung im Gemeinwesen. Auf der Basis unserer Rotkreuz-Grundsätze wirken wir mit bei kommunalpolitischen Entscheidungen, die Kinder und ihre Familien betreffen und setzen uns für die Belange der Kinder und ihrer Familien in örtlichen Fachgremien und in der Öffentlichkeit ein.

Unsere Stärken

In unserer pädagogischen Arbeit orientieren wir uns an einer rein humanitär ausgerichteten Zielsetzung. Mit unseren Kindertageseinrichtungen sind wir eingebunden in eine weltweite Gemeinschaft von Menschen, die sich alle einer Idee verpflichtet fühlen. Wir entwickeln die Qualität unseres Angebotes kontinuierlich weiter und stellen uns dem Wettbewerb. Wir sind vernetzt mit einer Vielzahl von Arbeitsfeldern für Menschen jeden Alters und in unterschiedlichen Lebenssituationen. Wir bieten in unseren Kindertageseinrichtungen Raum für generations- und interessenübergreifende Begegnung. Wir ermöglichen den Zugang zu anderen Angeboten des Deutschen Roten Kreuzes und vermitteln eine Vielzahl von Hilfen. Wir haben ein großes Vertrauenspotential in der Gesellschaft, das für uns Verpflichtung ist. In unseren professionell geführten Kindertageseinrichtungen bieten wir Raum für ehrenamtliches Engagement und fördern dieses.

Essenversorgung

Die Mahlzeiten in unseren Kindertagesstätten sind integraler Bestandteil der Entwicklungsbegleitung der Kinder. Mahlzeiten versorgen die Kinder nicht nur, sondern rahmen den Kita-Tag und geben Sprach-und Bildungsanlässe. Dabei gehen wir auf die Wünsche der Kinder ein und orientieren uns an den Qualitätsstandards der Gesellschaft für Ernährung für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder. Die Versorgung übernimmt die hauseigene Küche der DRK Kita „Kinderland“ in Parchim. Eine Servicekraft ist dazu ergänzend für die Vor- und Nachbereitungen der Mahlzeiten in der Kita zuständig.

Das Konzept der Mahlzeitengestaltung der Kindertagesstätten des DRK KV Parchim e.V. liegt der Konzeption bei und ist Grundlage unserer pädagogischen Arbeit.

Die Berücksichtigung von kulturellen oder gesundheitlichen Besonderheiten sind für uns selbstverständlich. Hauseigene Küchen sind ein Qualitätsmerkmal der DRK Kitas des Trägers und geben die Grundlage für eine gesunde, frische und individuelle Ernährung.

GESUNDE KITAKÜCHE

Konzept der ganzheitlichen Ernährungsbildung der Kindertagesstätten im DRK Kreisverband Parchim e.V.

zum ganzen Konzept GESUNDE KITAKÜCHE

Gesetzliche Grundlagen

Wesentliche gesetzliche Grundlagen der Arbeit ergeben sich aus

  •  dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG / SGB VIII)
  • dem Kindertagesstättenförderungsgesetz M-V (KiföG M/V) und der damit verbundenen Bildungskonzeption M/V

Strukturqualität der Kita

  • Sozialraum

    Sozialraum

    „Kinder und Eltern brauchen Kindertagesstätten, die die individuellen Bildungswege von Kindern und Eltern achten. Nur mit dieser Haltung der Lebenswelt und Sozialorientierung gelingt es, Bildungsprozesse anzustoßen und zu begleiten.“(Knauer 2011)

    Die Regimentsvorstadt ist der drittgrößte Parchimer Stadtteil. Um diesen Stadtteil attraktiv für junge Familien zu gestalten, die in und um Parchim arbeiten, plant die Stadt ein neues Wohngebiet, das strukturell aufleben und gleichzeitig ein wichtiger Naturraum in der Stadt bleiben soll. Die Nachfrage besonders bei jungen Parchimern ist groß.

    Die angedachte Kita befindet sich in diesem neu zu erschließenden Baugebiet, indem mehrere Eigenheime und ein Ersatzneubau der Goethe-Schule geplant sind.

    Vor diesem Hintergrund können wir davon ausgehen, dass Eltern aus sogenannten gut situierten Verhältnissen, Ihre Kinder in diese Einrichtung bringen. Gleichzeitig grenzt die Kita an ein bestehendes Wohngebiet, indem auch finanziell schwach gestellte Familien und Familien mit Deutsch als Zweitsprache leben. Hinsichtlich der Infrastruktur befinden sich das Jugendzentrum sowie verschiedene Einkaufmöglichkeiten im Einzugsbereich. Diese Analyse ist Grundlage unserer konzeptionellen Ausrichtung.

  • Das Personal

    Das Personal

    Entsprechend der geplanten Kapazität gehen wir von folgendem pädagogischen Personal aus:
    Daraus ergibt sich ein Personalbedarf mindestens 14 Pädagogen und eine Kita-Leitung.Gut ausgebildete und fortgebildete ErzieherInnen sind die beste Grundlage für eine erfolgreiche Bildungsbegleitung der Kinder, daher streben wir in unseren Häusern multiprofessionelle Teams an. Zur Ausgestaltung der gezielten individuellen Förderung streben wir den Einsatz einer/m Sozialassistentin/en an, die/der gleichzeitig berufsbegleitend die Ausbildung zum Staatlich anerkannten Erzieher absolvieren wird. Diese Variante der Personalentwicklung hat sich aus der Erfahrung in unserem Träger heraus sehr bewährt. Zur Vor- und Nachbereitungen der Mahlzeiten ist eine Servicekraft notwendig. Für die Pflege des Hauses und des Außenbereichs ist ein Hausmeister mit einer Arbeitszeit von ca. 15 Stunden notwendig. Das Waschen der Handtücher und ggf. der Bettwäsche würden wir über die Wäscherin der DRK Kita „Kinderland“ abdecken. Mit der Reinigung des Gebäudes wird eine Fremdfirma beauftragt.

  • Betreuungsvereinbarung

    Betreuungsvereinbarung

    Die Aufnahmebedingungen sind in unserem QM-Standard „Aufnahme neuer Kinder“ geregelt.

Orientierungsqualität

  • Unser Bild vom Kind

    Unser Bild vom Kind

    Unsere Professionalität zeigen wir in unserem Bild vom Kind und dem damit verbundenen Bildungsverständnis. Das Kind ist Akteur seiner selbst, es gestaltet seine Bildungsprozesse entsprechend seiner Interessen, Neigungen und Bedürfnisse.

    Jedes Kind ist vom ersten Lebenstag an mit Forscherdrang, Wissensdurst und Kompetenzen ausgestattet, die es ihm erlauben, an seiner Umwelt aktiv teilzunehmen und auch auf sie einzuwirken. Ausgangspunkt des aktiven Sich-Selbst-Bildens ist das, was das Kind wahrnimmt. Als Grundlage für seine Selbstbildungsprozesse braucht es komplexe Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten.

    Jedes Kind ist einmalig und entdeckt mit allen Sinnen seine Welt auf seine eigene individuelle Art und Weise und in seinem eigenen Tempo. Angetrieben von Entdeckerfreude und kindlicher Neugierde tritt das Kind durch das Spiel mit der Welt in Kontakt und sammelt Erfahrungen.

  • Rolle der Pädagogen

    Rolle der Pädagogen

    Dabei braucht es unbedingt verlässliche Partner, die sie bei der Bewältigung seiner selbstgewählten Aufgaben angemessen unterstützen (vgl. Gropnik u.a. 2003). Kinder sind "aktive Lerner". Nur mit der Unterstützung von Bezugspersonen und anderen Kindern kann das Kind seine Bildungsprozesse gestalten. Im sozialen Kontext und durch die Fürsorge seiner engsten Bezugspersonen baut das Kind tiefgehende Bindungen auf, deren Qualität erheblich beeinflusst, wie sich Persönlichkeit und Wahrnehmungsoffenheit entwickeln. Unterstützer und Begleiter sein, heißt auch, von seiner Macht als Erwachsener abzugeben, um den Kindern Möglichkeiten zu geben, sich ein eigenes Bild von der Welt zu machen, selbst Lösungswege zu finden, eigene Erfahrungen machen zu können, aus denen es lernt und an denen es wächst. Durch Ermutigung, Vertrauen und positive Rückmeldungen unterstützen die Erwachsenen den Entwicklungsprozess des Kindes und geben dennoch Orientierung und Grenzen.

  • Unsere Bildungsphilosophie/pädagogischer Ansatz

    Unsere Bildungsphilosophie/pädagogischer Ansatz

    Unsere DRK-Kindertagesstätte ist ein Teil einer weltweiten Gemeinschaft von Menschen in der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Im Zeichen der Menschlichkeit setzen wir uns für das Leben, die Würde, die Gesundheit, das Wohlergehen und die Rechte aller Kinder ein.
    Unser Handeln ist bestimmt durch die Grundsätze des Roten Kreuzes:

    Menschlichkeit – Unparteilichkeit – Neutralität – Unabhängigkeit – Freiwilligkeit – Einheit – Universalität

    Die Werte, die sich aus den Grundsätzen ableiten lassen, begründen die Ziele unserer Arbeit. Frühe Bildung aus der Sicht der Menschenrechte bedeutet für uns, den Kindern gerechte Bildungschancen in der Kita-Zeit zu eröffnen. Wir wollen die Kinder vor Diskriminierung schützen, das heißt, dass sie aufgrund ihrer Herkunft bzw. ihrer Bildungsbiografien nicht benachteiligt werden dürfen. Die von uns geleistete frühkindliche Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit ist zielt darauf, herkunftsbedingte Nachteile bei Kindern aus betroffenen Familien auszugleichen. Gerade Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, mit niedrigen Bildungsabschlüssen oder mit niedrigem Einkommen benötigen eine intensivere Zuwendung durch die Erzieherin und das Team. Wir wollen geeignete Rahmenbedingungen schaffen und jedes einzelne Kind gezielt fördern und unterstützen. Die individuelle Förderung aller Kinder orientiert sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen, dem Entwicklungsstand und den Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder und den Bedürfnissen ihrer Familien. Sie ermöglicht den Kindern den aktiven Erwerb von entwicklungsangemessenen Kompetenzen über den Familienrahmen hinaus. Kinder, die nicht altersgerecht entwickelt sind, werden in besonderem Maße gefördert. Die Kinder erwerben in besonderer Weise personale, soziale, kognitive, körperliche und motorische Kompetenzen sowie Kompetenzen im alltagspraktischen Bereich.

Tagesstruktur

In der Tagesstruktur findet sich unsere Orientierungsqualität wieder, indem wir Tagesstrukturen öffnen und den Kindern verschiedenste Möglichkeiten der Mit- und Selbstbestimmung bieten.

Beispiel:

Uhrzeit Aktivität Bemerkung
6.00 – 7.30 Uhr Ankommen, Spielen Frühdienst
7.30 - 8.30 Uhr Frühstück gleitend
7.30 – 9.00 Uhr Spiel in geöffneten Lernwerkstätten +Außenraum  
9.00 Uhr Morgenkreis mit Bezugserzieher  
9.30 Uhr – 11.00 Uhr Freispiel in den Lernwerkstätten + Außenraum oder Teilnahme an gelenkten Angeboten  
11.00 – 12.30 Uhr Mittag gleitend
12.00 Uhr – 14.00 Uhr Schlaf-, Ausruh- oder Spielzeit  
14.00 - 15.00 Uhr Kaffee gleitend
14.00 – 18.00 Uhr Spiel in geöffneten Lernwerkstätten +Außenraum  

Um einen reibungslosen und transparenten Ablauf zu gewährleisten, braucht eine Öffnung Regeln, Regeln hinsichtlich der Kommunikation, der Absprachen und der Nutzung der Räume und Verantwortlichkeiten.  Diese Regeln werden mit den Kindern bzw. im Pädagogen Team zusammen aufgestellt, visualisiert, kontrolliert und reflektiert.

Beobachtung und Dokumentation als Arbeitsgrundlage

„Die Beobachtung ist die Eingangstür zur pädagogischen Arbeit.“ (Heck, 2005,12)

Im Rahmen der Qualitätsentwicklung innerhalb unseres Trägers haben wir ein Beobachtungskonzept erarbeitet, welches Grundlage und Ergänzung der Konzeption ist. Kinder sind Forscher und Entdecker, sie sind Akteure ihres Handelns. Mit jedem Tag erschließen sie sich die Welt und gestalten diese aktiv mit. Kinder dabei zu beobachten gibt Aufschluss über ihre Entwicklung, ihre Themen und Bedürfnisse. In unseren Einrichtungen finden systematisch und kontinuierlich Beobachtungen in unterschiedlichen Situationen im Tagesablauf statt. Beobachten heißt für uns, dass die Themen und Interessen eines Kindes in den Blick gerückt werden. Jedes Kind ist einzigartig und unterscheidet sich dadurch von den anderen. Dieser Einzigartigkeit begegnen wir mit Wertschätzung und orientieren uns an den Stärken der Kinder. An den Dingen, die sie lieben und gerne machen, wachsen die Kinder. Unsere Beobachtungen sind Grundlage für die Arbeit mit dem Portfolio und für die Zusammenarbeit im Erzieherteam und den Austausch mit den Eltern. Diese sind die Experten ihrer Kinder, da sie umfangreiches Wissen über jedes einzelne Kind und dessen Vorlieben haben. Gerne tauschen wir uns in Gesprächen mit ihnen aus.

Portfolioarbeit

Jedes Kind hat seinen eigenen, unverwechselbaren Weg der Entwicklung. Wir begreifen es als wichtige Aufgabe, die individuellen Entwicklungswege der Kinder genau zu verfolgen und zu dokumentieren. In unserer Kindertagesstätte wird zur Dokumentation der Entwicklungsschritte für jedes Kind eine Dokumentation in Form eines Entwicklungsportfolios durchgeführt. Das Portfolio begleitet das Kind während der gesamten Zeit in unserer Einrichtung. Ebenso wie das Kind entwickelt sich das Portfolio immer weiter. Wie ein roter Faden dokumentiert es die Lernentwicklung des Kindes. Es ist eine wertvolle Grundlage für Eltern- und Entwicklungsgespräche und ermöglicht Kindern, Eltern und Erzieherinnen den gemeinsamen Lernweg und die individuelle Entwicklung des Kindes kontinuierlich in den Blick zu nehmen und die einzelnen Schritte, wie auch Lernerfolge zu dokumentieren.

Sprachentwicklung – Sprache als Grundlage für den Bildungserfolg

Die Grundlage für den Bildungserfolg ist die Sprachentwicklung. Sie sollte möglichst früh beginnen und sich an der individuellen ganzheitlichen Entwicklung der Kinder orientieren. Sprachliche Bildung findet im gesamten Tagesablauf statt. In den unterschiedlichsten Situationen geben wir den Kindern die Möglichkeit, Sprache zu entdecken, zu erleben und zu erlernen.

Sie sammeln Erfahrungen,

  • was man mit der Sprache erreichen kann
  • erleben, Bedürfnisse auszudrücken
  • lernen Regeln und Normen zu verstehen
  • bekommen Werte vermittelt und
  • nehmen soziale Kontakte zu Gleichaltrigen und Erwachsenen auf.

Die Lebenswelt von Kindern, die mit ihrer Familie zugewandert sind, ist in der Regel durch Zwei- oder Mehrsprachigkeit geprägt. Beim Erlernen einer Zweitsprache ist die Muttersprache von großer Bedeutung. Die Muttersprache bedeutet für jedes Kind Sicherheit und Vertrautheit und bildet die Grundlage für die Entwicklung eines positiven Selbstbildes und Selbstwertgefühls. Die Muttersprache stellt die Wurzeln der Persönlichkeit eines jeden Kindes dar. So machen wir die Mehrsprachigkeit zum Lerngegenstand, der sich auch in der Raum- und Materialgestaltung wiederspiegelt.

Interkulturelles Handeln / Kulturelle Höhepunkte

Ausgehend von der Sozialraumanalyse, die Familien aus gut situierten Familien sowie auch finanziell schwach gestellten Familien sowie Familien mit Migrationshintergrund erwartet, liegt hier die Herausforderung allen Bedürfnissen der Familien gerecht zu werden.

Das Konzept des interkulturellen Lernens zielt darauf, Kindern Fähigkeiten zu vermitteln, die sie in der Gesellschaft, die von Menschen mit ganz unterschiedlichem kulturellem Hintergrund geprägt sind, brauchen. Die KITA bietet einen Erfahrungsraum, um vielfache Lebensformen kennen zu lernen, zu akzeptieren und zu verstehen. Kinder und Erwachsene üben im konkreten Umgang miteinander Toleranz und Akzeptanz. Die verschiedenen kulturellen Hintergründe und Lebensweisen finden sich auch in der Raumgestaltung, den Dokumentationen und Informationen wieder. Niederschwellige Angebote zur Stärkung der Elternkompetenz sind für uns wichtige Methoden der Elternpartnerschaft, die wir bei Bedarf etablieren möchten. Die Erfahrungen im Träger durch die interkulturelle Kita „Kinderland“ in Parchim werden uns dabei leiten.

Inklusion

Wir gehen von einer Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen aus. Unser Ziel ist es:

  • bei den Kindern ein positives Verhältnis zur Vielfalt der Lebenswelten von Menschen zu entwickeln
  • sie zu einem friedlichen und toleranten Umgang mit dem Unbekannten zu erziehen.

Auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Lebenslagen der Kinder einzugehen, ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal der individuellen Förderung. So wird die Vielfalt als Chance und Bereicherung für die pädagogische Praxis gesehen. Für uns beginnt Inklusion im Kopf, das heißt:

  • dass jede pädagogische Fachkraft eigene Vorurteile reflektiert
  • und ihr Verhalten auf ein inklusives Menschenbild ausrichtet.

Die Gestaltung einer geöffneten Tagesstruktur bietet eine gezielte Grundlage, den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Im Rahmen der Personalentwicklung des Trägers haben wir Integrationspädagogen ausgebildet, die eine Möglichkeit eröffnen, auch Kinder mit diagnostizierten Förderbedarf zu begleiten und zu betreuen.

Kinderschutz

Wir verstehen uns als Anwalt der Kinder. Kinderschutz ist unser wichtigster Leitgedanke. Im Rahmen unserer Verantwortung tragen wir Sorge dafür, dass die Aufgaben des Kinderschutzes nach § 8 des SGB umgesetzt werden. Eine Verfahrens- und Dienstanweisung für den Umgang mit Kindeswohlgefährdung ist Bestandteil des Organisationshandbuches unserer Kindertagesstätten und wird jährlich mit den Mitarbeitern besprochen.

Übergänge gestalten

Übergang von der Familie in die Kindertageseinrichtung/Eingewöhnung

Für das Kind gab es bisher nur die Erfahrungswelt der Familie. Die Eltern stellten die Bezugspersonen dar, mit denen es seinen Alltag erlebte und in der Regel fand noch keine Trennung über einen längeren Zeitraum statt. Mit dem Eintritt des Kindes in die Kita gilt es, eine Vielzahl von neuen Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen:

= eine neue Umgebung
= neue Bezugspersonen
= Trennung von den Eltern
= Kontakt zu anderen Kindern
= neue Abläufe und Regeln

Deshalb ist es wichtig, den Übergang von der Familie in die Kita so behutsam wie möglich zu gestalten, damit das Kind das Gefühl der Sicherheit erfahren und neue Bindungen eingehen kann. Im Rahmen der Entwicklung von pädagogischen Standards haben wir im Fachbereich ein Eingewöhnungskonzept entwickelt, dass auch für diese Kita verbindlich wird.

Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule/Hort

Die notwendige Schulfähigkeit der Kinder wird in einem langjährigen Entwicklungsprozess erlangt, der sich nicht auf ein Jahr vor der Einschulung beschränkt. Das Kind macht in der gesamten Kleinkind- und Vorschulzeit Erfahrungen, die für die Bewältigung der Schule notwendig und nützlich sind. Grundlage für die Gestaltung dieses Überganges ist, dass sich die Erzieherinnen unserer Kita und die künftigen Lehrer der Kinder optimal auf diesem Weg abstimmen. Daher ist durch die Kita-Leitung eine Kooperationsvereinbarung mit den Grundschulen abzuschließen und Ausgestaltungsmöglichkeiten zu besprechen.