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Kitaneubau - Kindertagesstätte “Forschergeist” in ParchimKitaneubau - Kindertagesstätte “Forschergeist” in Parchim

Fachbereichsleitung

Ines Müller

Tel.: 03871 / 62 25 44

Mobil: 0172 / 36 33 530

Konzeption zur geplanten Kindertagesstätte “Forschergeist” - Kita mit naturwissenschaftlichem Profil in der Regimentsvorstadt in Parchim

  • Lernen durch Erfahrungen mit den Elementen Wasser, Luft, Feuer, Erde (Boden) und dem Weltraum
  • Lernen in Werkstätten/Funktionsräumen durch Fragen, Forschen, Antworten suchen, Lösungswege finden
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Strukturqualität

Angaben zur Kindertagesstätte

Die Stadt Parchim plant aufgrund der hohen Nachfrage an Krippen- und Kita-Plätzen den Neubau einer Kindertagesstätte in der Regimentsvorstadt.

  • Kapazität

    Kapazität

    Die Kindertagesstätte soll Kindern im Alter ab dem ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt die Möglichkeit der familienergänzenden Bildung, Erziehung und Betreuung bieten. Mit folgende Kapazität wird geplant:

    • 36 - 42 Krippenplätze und
    • 58 - 64 Kindergartenplätze
  • Öffnungs- und Schließzeiten

    Öffnungs- und Schließzeiten

    Die Öffnungszeiten werden mit werktags von 06.00 bis 18.00 Uhr geplant. Sollte sich nach Abfrage ein Bedarf der verlängerten Öffnungszeiten für die im Schichtdienst tätigen Eltern ergeben, stehen wir einer Konzeptionserweiterung hinsichtlich verlängerter Öffnungszeiten offen gegenüber. Unsere Recherchen hinsichtlich des Bedarfs zu verlängerten Öffnungszeiten ergaben derzeit keine Notwendigkeit zu diesem Schritt.

    In den Sommerferienzeiten reduzieren wir die Kapazität auf eine Feriengruppe.

    Für Fort- und Weiterbildungen des pädagogischen Teams schließt die Kita für 2 Freitage im Jahr.

  • Angaben zum Träger

    Angaben zum Träger

    Der DRK Kreisverband Parchim e.V.  hat seinen Sitz in Parchim, Moltkeplatz 3. Das DRK Parchim betreibt weitere 5 Kindertagesstätten im Landkreis Parchim - Ludwigslust sowie mehrere Einrichtungen der Jugend- und Altenpflege sowie des Rettungsdienstes. Mit einer Belegschaft von ca. 700 MitarbeiterInnen stellt der Kreisverband ein mittelständiges Unternehmen im Landkreis dar. Im Rahmen der Organisationsentwicklung unseres Unternehmens steht unter anderem die Qualitätsentwicklung unserer Kindertagesstätten im Mittelpunkt verbunden mit dem Bestreben, die hohe Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten sowie diesen wirtschaftlich auskömmlich und stabil den Marktveränderungen Stand zu halten.

Kita-Leitbild des DRK

  • Das Kind in seiner Lebenssituation

    Das Kind in seiner Lebenssituation

    Für uns steht das Kind in seiner Lebenssituation im Mittelpunkt. Wir achten Kinder als eigenständige Persönlichkeiten, deren Würde den gleichen Stellenwert hat wie die eines Erwachsenen. Kinder sind für uns aktive Gestalter ihrer Entwicklung.

  • Die unparteiliche Grundhaltung

    Die unparteiliche Grundhaltung

    Wir erziehen, bilden und betreuen alle Kinder ohne Ansehen der Nationalität, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion, ihres Geschlechtes, der sozialen Stellung und ihrer speziellen körperlichen, seelischen und geistigen Bedingungen. Unsere Grundhaltung ist geprägt von Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung. Wir erziehen die Kinder zum friedlichen Zusammenleben. Wir stehen ein für Integration und wenden uns gegen Ausgrenzung.

  • Partei ergreifen im Zeichen der Menschlichkeit

    Partei ergreifen im Zeichen der Menschlichkeit

    Auf der Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention verstehen wir uns als Anwalt der Kinder. Gemeinsam mit allen Beteiligten setzen wir uns für die Verbesserung der Lebenssituation von Kindern ein. Wir sind nicht bereit, Unmenschlichkeit hinzunehmen und erheben deshalb, wo geboten, unsere Stimme gegen ihre Ursachen. Besondere Aufmerksamkeit richten wir auf Kinder, die von der Gesellschaft ausgegrenzt bzw. benachteiligt werden.

  • Das Personal in DRK-Kindertageseinrichtungen

    Das Personal in DRK-Kindertageseinrichtungen

    In unseren Kindertageseinrichtungen arbeiten engagierte, gut ausgebildete und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich kontinuierlich durch Fortbildung weiterqualifizieren. Wir arbeiten in Teams vertrauensvoll und partnerschaftlich zum Wohl der Kinder und ihrer Familien zusammen. Unser Verhältnis zueinander ist geprägt von Gleichwertigkeit und gegenseitigem Vertrauen. Wir nutzen Konflikte und Kritik als Chance, unsere Arbeit zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Unsere Leistungen

Wir leisten gute pädagogische Arbeit. Wir fördern die ganzheitliche Entwicklung der Kinder und bieten hierfür vielfältige Erfahrungs- und Lernräume. Wir bieten familienergänzende und familienunterstützende Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder. DRK-Kindertageseinrichtungen sind soziale Dienstleister und bieten bedarfs- und nachfragegerechte Angebote für Kinder und ihre Familien an. Wir arbeiten nachvollziehbar effizient, sparsam und wirtschaftlich. Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt Kinder werden entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen beteiligt. Den Eltern bieten wir eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit und Mitwirkung an. Wir beteiligen uns an der Ausbildung des Berufsnachwuchses, indem wir Lernfelder in der sozialpädagogischen Praxis zur Verfügung stellen. Unsere Kindertageseinrichtungen sind Orte der Begegnung im Gemeinwesen. Auf der Basis unserer Rotkreuz-Grundsätze wirken wir mit bei kommunalpolitischen Entscheidungen, die Kinder und ihre Familien betreffen und setzen uns für die Belange der Kinder und ihrer Familien in örtlichen Fachgremien und in der Öffentlichkeit ein.

Unsere Stärken

In unserer pädagogischen Arbeit orientieren wir uns an einer rein humanitär ausgerichteten Zielsetzung. Mit unseren Kindertageseinrichtungen sind wir eingebunden in eine weltweite Gemeinschaft von Menschen, die sich alle einer Idee verpflichtet fühlen. Wir entwickeln die Qualität unseres Angebotes kontinuierlich weiter und stellen uns dem Wettbewerb. Wir sind vernetzt mit einer Vielzahl von Arbeitsfeldern für Menschen jeden Alters und in unterschiedlichen Lebenssituationen. Wir bieten in unseren Kindertageseinrichtungen Raum für generations- und interessenübergreifende Begegnung. Wir ermöglichen den Zugang zu anderen Angeboten des Deutschen Roten Kreuzes und vermitteln eine Vielzahl von Hilfen. Wir haben ein großes Vertrauenspotential in der Gesellschaft, das für uns Verpflichtung ist. In unseren professionell geführten Kindertageseinrichtungen bieten wir Raum für ehrenamtliches Engagement und fördern dieses.

Essenversorgung

Die Mahlzeiten in unseren Kindertagesstätten sind integraler Bestandteil der Entwicklungsbegleitung der Kinder. Mahlzeiten versorgen die Kinder nicht nur, sondern rahmen den Kita-Tag und geben Sprach-und Bildungsanlässe. Dabei gehen wir auf die Wünsche der Kinder ein und orientieren uns an den Qualitätsstandards der Gesellschaft für Ernährung für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder. Die Versorgung übernimmt die hauseigene Küche der DRK Kita „Kinderland“ in Parchim. Eine Servicekraft ist dazu ergänzend für die Vor- und Nachbereitungen der Mahlzeiten in der Kita zuständig.

Das Konzept der Mahlzeitengestaltung der Kindertagesstätten des DRK KV Parchim e.V. liegt der Konzeption bei und ist Grundlage unserer pädagogischen Arbeit.

Die Berücksichtigung von kulturellen oder gesundheitlichen Besonderheiten sind für uns selbstverständlich. Hauseigene Küchen sind ein Qualitätsmerkmal der DRK Kitas des Trägers und geben die Grundlage für eine gesunde, frische und individuelle Ernährung.

Gesetzliche Grundlagen

Wesentliche gesetzliche Grundlagen der Arbeit ergeben sich aus

  •  dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG / SGB VIII)
  • dem Kindertagesstättenförderungsgesetz M-V (KiföG M/V) und der damit verbundenen Bildungskonzeption M/V

Strukturqualität der Kita

  • Sozialraum

    Sozialraum

    „Kinder und Eltern brauchen Kindertagesstätten, die die individuellen Bildungswege von Kindern und Eltern achten. Nur mit dieser Haltung der Lebenswelt und Sozialorientierung gelingt es, Bildungsprozesse anzustoßen und zu begleiten.“(Knauer 2011)

    Die Regimentsvorstadt ist der drittgrößte Parchimer Stadtteil. Um diesen Stadtteil attraktiv für junge Familien zu gestalten, die in und um Parchim arbeiten, plant die Stadt ein neues Wohngebiet, das strukturell aufleben und gleichzeitig ein wichtiger Naturraum in der Stadt bleiben soll. Die Nachfrage besonders bei jungen Parchimern ist groß.

    Die angedachte Kita befindet sich in diesem neu zu erschließenden Baugebiet, indem mehrere Eigenheime und ein Ersatzneubau der Goethe-Schule geplant sind.

    Vor diesem Hintergrund können wir davon ausgehen, dass Eltern aus sogenannten gut situierten Verhältnissen, Ihre Kinder in diese Einrichtung bringen. Gleichzeitig grenzt die Kita an ein bestehendes Wohngebiet, indem auch finanziell schwach gestellte Familien und Familien mit Deutsch als Zweitsprache leben. Hinsichtlich der Infrastruktur befinden sich das Jugendzentrum sowie verschiedene Einkaufmöglichkeiten im Einzugsbereich. Diese Analyse ist Grundlage unserer konzeptionellen Ausrichtung.

  • Das Personal

    Das Personal

    Entsprechend der geplanten Kapazität gehen wir von folgendem pädagogischen Personal aus:
    Daraus ergibt sich ein Personalbedarf mindestens 14 Pädagogen und eine Kita-Leitung.Gut ausgebildete und fortgebildete ErzieherInnen sind die beste Grundlage für eine erfolgreiche Bildungsbegleitung der Kinder, daher streben wir in unseren Häusern multiprofessionelle Teams an. Zur Ausgestaltung der gezielten individuellen Förderung streben wir den Einsatz einer/m Sozialassistentin/en an, die/der gleichzeitig berufsbegleitend die Ausbildung zum Staatlich anerkannten Erzieher absolvieren wird. Diese Variante der Personalentwicklung hat sich aus der Erfahrung in unserem Träger heraus sehr bewährt. Zur Vor- und Nachbereitungen der Mahlzeiten ist eine Servicekraft notwendig. Für die Pflege des Hauses und des Außenbereichs ist ein Hausmeister mit einer Arbeitszeit von ca. 15 Stunden notwendig. Das Waschen der Handtücher und ggf. der Bettwäsche würden wir über die Wäscherin der DRK Kita „Kinderland“ abdecken. Mit der Reinigung des Gebäudes wird eine Fremdfirma beauftragt.

  • Betreuungsvereinbarung

    Betreuungsvereinbarung

    Die Aufnahmebedingungen sind in unserem QM-Standard „Aufnahme neuer Kinder“ geregelt.

Orientierungsqualität

  • Unser Bild vom Kind

    Unser Bild vom Kind

    Unsere Professionalität zeigen wir in unserem Bild vom Kind und dem damit verbundenen Bildungsverständnis. Das Kind ist Akteur seiner selbst, es gestaltet seine Bildungsprozesse entsprechend seiner Interessen, Neigungen und Bedürfnisse.

    Jedes Kind ist vom ersten Lebenstag an mit Forscherdrang, Wissensdurst und Kompetenzen ausgestattet, die es ihm erlauben, an seiner Umwelt aktiv teilzunehmen und auch auf sie einzuwirken. Ausgangspunkt des aktiven Sich-Selbst-Bildens ist das, was das Kind wahrnimmt. Als Grundlage für seine Selbstbildungsprozesse braucht es komplexe Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten.

    Jedes Kind ist einmalig und entdeckt mit allen Sinnen seine Welt auf seine eigene individuelle Art und Weise und in seinem eigenen Tempo. Angetrieben von Entdeckerfreude und kindlicher Neugierde tritt das Kind durch das Spiel mit der Welt in Kontakt und sammelt Erfahrungen.

  • Rolle der Pädagogen

    Rolle der Pädagogen

    Dabei braucht es unbedingt verlässliche Partner, die sie bei der Bewältigung seiner selbstgewählten Aufgaben angemessen unterstützen (vgl. Gropnik u.a. 2003). Kinder sind "aktive Lerner". Nur mit der Unterstützung von Bezugspersonen und anderen Kindern kann das Kind seine Bildungsprozesse gestalten. Im sozialen Kontext und durch die Fürsorge seiner engsten Bezugspersonen baut das Kind tiefgehende Bindungen auf, deren Qualität erheblich beeinflusst, wie sich Persönlichkeit und Wahrnehmungsoffenheit entwickeln. Unterstützer und Begleiter sein, heißt auch, von seiner Macht als Erwachsener abzugeben, um den Kindern Möglichkeiten zu geben, sich ein eigenes Bild von der Welt zu machen, selbst Lösungswege zu finden, eigene Erfahrungen machen zu können, aus denen es lernt und an denen es wächst. Durch Ermutigung, Vertrauen und positive Rückmeldungen unterstützen die Erwachsenen den Entwicklungsprozess des Kindes und geben dennoch Orientierung und Grenzen.

  • Unsere Bildungsphilosophie/pädagogischer Ansatz

    Unsere Bildungsphilosophie/pädagogischer Ansatz

    Unsere DRK-Kindertagesstätte ist ein Teil einer weltweiten Gemeinschaft von Menschen in der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Im Zeichen der Menschlichkeit setzen wir uns für das Leben, die Würde, die Gesundheit, das Wohlergehen und die Rechte aller Kinder ein.
    Unser Handeln ist bestimmt durch die Grundsätze des Roten Kreuzes:

    Menschlichkeit – Unparteilichkeit – Neutralität – Unabhängigkeit – Freiwilligkeit – Einheit – Universalität

    Die Werte, die sich aus den Grundsätzen ableiten lassen, begründen die Ziele unserer Arbeit. Frühe Bildung aus der Sicht der Menschenrechte bedeutet für uns, den Kindern gerechte Bildungschancen in der Kita-Zeit zu eröffnen. Wir wollen die Kinder vor Diskriminierung schützen, das heißt, dass sie aufgrund ihrer Herkunft bzw. ihrer Bildungsbiografien nicht benachteiligt werden dürfen. Die von uns geleistete frühkindliche Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit ist zielt darauf, herkunftsbedingte Nachteile bei Kindern aus betroffenen Familien auszugleichen. Gerade Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, mit niedrigen Bildungsabschlüssen oder mit niedrigem Einkommen benötigen eine intensivere Zuwendung durch die Erzieherin und das Team. Wir wollen geeignete Rahmenbedingungen schaffen und jedes einzelne Kind gezielt fördern und unterstützen. Die individuelle Förderung aller Kinder orientiert sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen, dem Entwicklungsstand und den Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder und den Bedürfnissen ihrer Familien. Sie ermöglicht den Kindern den aktiven Erwerb von entwicklungsangemessenen Kompetenzen über den Familienrahmen hinaus. Kinder, die nicht altersgerecht entwickelt sind, werden in besonderem Maße gefördert. Die Kinder erwerben in besonderer Weise personale, soziale, kognitive, körperliche und motorische Kompetenzen sowie Kompetenzen im alltagspraktischen Bereich.

Prozessqualität

  • Die einrichtungsbezogene naturwissenschaftliche Spezifik als Profil der Kita „Forschergeist“

    Die einrichtungsbezogene naturwissenschaftliche Spezifik als Profil der Kita „Forschergeist“

    In der angedachten Kindertagesstätte “Forschergeist“ bieten wir den Kindern vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten zum Ausprobieren, Explorieren und „sich sein Bild von der Welt“ machen. Unter Berücksichtigung wissenschaftlicher pädagogischer und psychologischer Erkenntnisse sollen den Kindern vielfältige, altersentsprechende Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, so dass sie in ihrer emotionalen und sozialen, körperlichen und kognitiven Entwicklung unterstützt werden. Diese Zielstellung verbinden wir mit dem Profil der naturwissenschaftlichen Kita, das sich in der Raumgestaltung und in den Angeboten für die Kinder, aber auch für die Familien wiederspiegelt.
    Warum naturwissenschaftliches Profil?

    1. Wir setzen unsere Bildungsphilosophie in Lernwerkstätten um und stellen die unbelebte und belebte Natur mit den 4 Elementen und dem Weltall in den Mittelpunkt der Lernimpulse. Gleichzeitig sind alle Bildungsangebote auf ganzheitliches Lernen gerichtet.
    2. Wir streben eine Patenschaft mit den Parchimer Stadtwerken an, um den Lebensbezug mit der naturwissenschaftlichen Spezifik zu verbinden. Diese Bildungspatenschaft als das „Lernen von Experten“ bereichert das Lernfeld, das wir den Kindern ermöglichen. Die Experten, die mit ihrer Leidenschaft zur Naturwissenschaft die Kinder „anstecken“ und begeistern werden, werden intensive Lernimpulse geben.
    3. Wir streben eine Kooperation mit der Goetheschule und auch mit der Paolo-Freire-Schule an, die schon jetzt ein offenes Lernen ermöglicht.

    Wir stellen die frühen naturwissenschaftlichen Erfahrungen in den Mittelpunkt und schaffen Möglichkeiten in Alltagssituationen sowie Impulse in den Lernwerkstätten für Erfahrungen mit den Elementen Wasser, Luft, Feuer, Erde (Boden) und dem Weltraum.mFür das pädagogische Handeln der Fachkräfte ist es entscheidend, die sich in Alltagssituationen oder Projekten ergebenen Fragen und Lerngelegenheiten zu nutzen, um mit einem positiven Fehlerverständnis den Phänomenen der Welt auf die Spur zu gehen, zu erforschen und zu entdecken.

    Ein besonderes Bildungsangebot soll das eigenständige Einkaufen sein, als Ergänzung zu der Vorbereitung der Frühstücks- und Vespermahlzeit. Die Kinder beraten, was sie zubereiten möchten, was sie dafür brauchen, wieviel sie brauchen, holen sich Geld von der Leiterin, um dann in einer Kleingruppe die Zutaten zu kaufen, die sie dann in der Kochwerkstatt verarbeiten. Dieses Angebot findet 1-2-Mal wöchentlich statt, bei dem die Kinder einen alltagsintegrierten Zugang zur Mathematik, Mengen und Zahlen erhalten.

  • Spiel – Haupttätigkeit der Kinder

    Spiel – Haupttätigkeit der Kinder

    „Das Spiel ist der Weg der Kinder zur Erkenntnis der Welt, in der sie leben.“ (Maxim Gorki)

    Das Spiel ist die Haupttätigkeit unserer Kinder. Über das Spiel entwickeln sich Kinder, sammeln Erfahrungen, verarbeiten Eindrücke und Erlebnisse und erwerben unbewusst eine Menge an Wissen und sozialen Fähigkeiten. Das Bewusstmachen des erworbenen Wissens erfolgt mit den anderen Kindern und auch Erwachsenen in Ko-Konstruktion. Um schulische und berufliche Fähigkeiten zu erwerben und einen entscheidenden Teil zu Persönlichkeitsentwicklung des Kindes beizutragen, bietet das Spiel Vorstufe und den Nährboden.

    Das Spiel bietet den Kindern die Möglichkeit, mit anderen zu interagieren, in Beziehungen zu treten, Gefühle auszudrücken und ihr inneres „Ich“ im Außen zu leben. Spiel ist immer eine „Als-ob-Situation“, als ob es Wirklichkeit wäre. Das heißt, die Kinder üben auf allen Ebenen das Leben und bereiten sich so auf das Leben vor.

  • Partizipation der Kinder

    Partizipation der Kinder

    „Intelligenz ist der Rohstoff, der sich durch Gebrauch vermehrt. Ein Kind lernt dann am besten, wenn es die Möglichkeit findet, aus eigenem Impuls und im eigenen Rhythmus aktiv zu werden. Die liebevolle, präsente und gleichwürdige Beziehung von Erwachsenen zu den Kindern ist eine selbstverständliche Voraussetzung, ohne die keines der Kinder seine Intelligenz entwickeln könnte.“  (Elisabeth C. Gründer „Rohstoff Intelligenz“)

    Die Mitbestimmung, Mitgestaltung und Selbstbestimmung der Kinder in der Kita hat in unseren Kindertagesstätten einen hohen Stellenwert.  Hier befinden wir uns ganz im Einklang mit der heutigen Lebenswelt der Kinder, den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen über das lernende Kind und unserer Rolle als Erzieherin im Team. Wir gehen vom kompetenten Kind von Anfang an aus, das unser Vertrauen braucht und eine wertfreie Haltung des Erwachsenen zum Lernen. Das Kind eigenständig und gleichwertig zu sehen, heißt die Interessen, Wünsche und Gefühle der Kinder zu erkennen, anzunehmen, nicht zu bewerten, sondern sie als Ausdruck individuellen Bedürfnisse wahrzunehmen. Der Morgenkreis, die Kinderkonferenz, die Funktionsräume, gleitende Mahlzeiten und individuelle Ruhephasen prägen das Kita-Geschehen mit. Die Kinder erleben eine wertschätzende, tolerante und gewaltfreie Kommunikations- und Streitkultur, die durch das Vorbild der Pädagogen geprägt wird. Insbesondere durch eine geöffnete Tagesstruktur können wir die Selbstbestimmung und der Selbstwirksamkeit der Kinder unterstützen, die aber auch immer wieder Ankerpunkte bietet, um mit dem Bezugspädagogen in Kontakt zu treten. Die Kinder wählen, in welchem Raum sie spielen, mit wem sie spielen, womit sie spielen. Sie wählen am Buffet, was sie essen möchten, wo sie sitzen möchten und auch das Schlafbedürfnis der Kinder achten wir, indem die Schlaf- und Ausruhphase individualisiert wird. Dabei bilden die Beobachtung und Dokumentation die Grundlage unseres pädagogischen Handelns. Die Projektmethode ist eine geeignete Form, um Kinder an der Planung, Gestaltung und Durchführung ihrer Bildungsprozesse zu beteiligen. Sie bringen ihre Ideen ein, ihre Fragen und Thesen zu einem bestimmten Thema, beratschlagen welche Materialien sie brauchen und wie sie vorgehen wollen, sie sprechen und stimmen sich ab und reflektieren ihre Arbeit. Dabei fließen alle Bildungsbereiche ein und gleichzeitig stärken Projekte die Gruppenkohäsion.

Raumgestaltung

  • Lernwerkstätten im Elementarbereich – Bildungs- und Erfahrungsräume

    Lernwerkstätten im Elementarbereich – Bildungs- und Erfahrungsräume

    Insbesondere die Raumgestaltung wirkt sich auf das Spiel- und Lernverhalten der Kinder aus. In erster Linie sollen sich die Kinder in ihren Räumen wohl fühlen und in einer vorbereiteten inspirierenden Umgebung Gelegenheiten finden, selbstbestimmt ihren Spielbedürfnissen nachzugehen. Die Räume sind Lernwerkstätten und bieten verschiedenste Materialien, die nach einem kindlichen Ordnungssystem strukturiert sind. Die Räume bieten den Kindern Zugänge zu verschiedenen Dingen und Themen, um sich den Sinn selbst zu konstruieren und mit allen Sinnen zu erforschen. Die Räume bieten Material und Werkzeug zum Auszuprobieren und zum Experimentieren und zur kreativen Gestaltung. In Ko-Konstruktion mit den Pädagogen oder mit den anderen Kindern bieten die Räume Gelegenheiten, in den Dialog zu treten, aber auch um sich zurück zu ziehen. Die Lernwerkstätten bieten Bildungsimpulse, die mit allen Bildungsbereichen verbunden sind.  Die Werkstätten sind thematisch festgelegt, bieten aber Möglichkeiten der multifunktionalen Nutzung. Die Kinder orientieren sich nach einem kindlichen Symbolprinzip, nachdem die Lernwerkstätten gekennzeichnet sind. Wichtig ist zu betonen, dass dieses Raumkonzept nur ein Entwurf sein kann. Die kindlichen Bedürfnisse, die sich in ihrem Spielverhalten äußern, zeigen uns, wie dieses Raumkonzept weiterentwickelt werden muss.

    Das Spielmaterial soll:

    • für die Kinder einen Aufforderungscharakter haben,
    • verschiedene Spielmöglichkeiten zulassen,
    • die Eigenaktivität fördern,
    • Phantasie und Spielimpulse anregen,
    • für alle Kinder zugänglich und offen angeboten sein,
    • gesundheitlich und hinsichtlich der Sicherheit unbedenklich sein,
    • die Bewegung der Kinder fördern

       

Folgende Lernwerkstätten sollen sich in der Kita “Forschergeist“ wiederfinden:

  • Eingangsbereich

    Eingangsbereich

    Dieser Raum als Raum der Begegnung und des Ankommens wird ein WELTRAUM sein, indem die Planeten plastisch von der Decke aus heruntergelassen werden können, die Kinder sich um die Planeten bewegen können und das Planetensystem spielerisch erfahren oder in Traumreisen das Zusammenspiel der Planeten erfahren. Durch Lichteffekte und Sternenbilder sowie durch die besondere Akustik bekommt der Raum eine besondere Atmosphäre, kann zum Schattenspiel genutzt und im gelenkten Angebot sowie über die Mittagszeit zum Ausruhen und als Rückzug genutzt werden. Hier finden sich auch Klanginstrumente und der Bildungsbereich Musik wieder.

    Dieser Raum verbindet alle Räume der Kita.

    Im Rahmen der Bildungspatenschaft werden die Parchimer Stadtwerke ein kindgerechtes Anzeigesystem installieren, die die Energieleistung, die aktuell durch die Fotovoltaik Anlage eingespeist wird, anschaulich verdeutlicht. So bringen wir den Kindern einen Zugang zu erneuerbaren Energien, der durch regelmäßige Projekte ergänzt wird. Hier werden die Parchimer Stadtwerke ein verlässlicher Partner sein.

     

  • Forscherwerkstatt

    Forscherwerkstatt

    Das Material in der Forscherwerkstatt lädt ein zum Experimentieren mit Wasser, Luft, Energie, Licht, Schall und bietet den Kindern erste Erfahrungen zu Eigenschaften und Aggregatzuständen von Stoffen. Dabei Entwickeln die Kinder ihre Wahrnehmung, die Fähigkeit zum Beschreiben, Absprachen zu treffen, vergleichen, messen, Thesen aufzustellen und zu Experimentieren. In einer Welt-Wissen-Vitrine stellen die Kinder Dinge aus, die sie interessieren und die sie anderen Kindern oder Erwachsenen zeigen und erklären möchten.

  • Naturwerkstatt als Forscherstation

    Naturwerkstatt als Forscherstation

    Die Naturwerkstat befindet sich im Außenbereich in einem Holzhaus (Bauwagen), an das sich ein kleiner Garten anschließt. Diesen Raum verbinden wir mit den Themen der lebenden Natur wie Säen, pflanzen, Wachstum, Ökologie, Wetter, Jahreszeiten und ist mit Mikroskopen, Lupen, Pinzetten etc. und Gartenwerkzeugen bestückt.

  • Kreativwerkstatt

    Kreativwerkstatt

    Die Kreativwerkstatt hält Materialien zum Gestalten, Malen, Basteln bereit, mit denen die Kinder sich ausprobieren können, Spuren hinterlassen und Ergebnisse präsentieren können. Gemälde und Bücher „Alter Meister“ inspirieren die Kinder zum Selbstgestalten von Werken. Das Gestalten im Sitzen im Stehen, am Tisch, auf Staffelleien bietet verschiedene Haltungsmöglichkeiten. In offenen Regalen und nach einem kindlichen Ordnungssystem finden die Kinder verschiedenste Materialien wie Wolle, Papier, Naturmaterialien, Korken, Federn, Farben, Stifte, Heißklebepistolen, Spachtel etc.

  • Bauwerkstatt

    Bauwerkstatt

    In der findet sich das Bau- und Konstruktionsspiel wieder mit klassischem Bau – und Konstruktionsspielzeug. Ergänzt wird das Angebot durch Naturmaterial, Reste aus dem Haushalt, verschiedene Ebenen, Krane, ein Seilzug etc. Fotos von Bauwerken und eigene Zeichnungen zu Bauwerken regen die Kinder zum Ausprobieren an.

  • Theaterwerkstatt

    Theaterwerkstatt

    In der Theaterwerkstatt findet sich das Rollenspiel wieder mit einer kleinen Theaterbühne und vielfältige Rollenspielmöglichkeiten, um ihre Bezugspersonen und Erlebnisse des Alltags nachzuspielen. Rückzugsmöglichkeiten laden zum allein sein ein oder zum Verstecken.

  • Kinderrestaurant

    Kinderrestaurant

    Das Kinderestaurant ist die Koch- und Backwerkstatt, in der in einem festgelegten Zeitfenster die Mahlzeiten in Buffetform eingenommen werden und Rezepte ausprobiert werden. Das Kinderrestaurant bietet vielfältige Bildungsimpulse. Es ist insbesondere ein Ort der Kommunikation und der Begegnung. Kleine Sitzinseln mit teilweisem Sichtschutz ermöglichen Rückzug in kleinen Gruppen. Eine Ausgabeküche ist neben dem Kinderestaurant integriert.

  • Erzählwerkstatt

    Erzählwerkstatt

    Die Erzählwerkstatt ist ein kleiner Raum des Rückzugs, indem sich eine kleine Gruppe zum Erzählen, zum Bücher ansehen, zum Ideen schmieden zusammenfinden kann. Der Raum bietet den Erzieherinnen die Möglichkeit mit den Kindern über ihre Lernerfolge und Lernwege ins Gespräch zu kommen, indem hier die Portfoliogespräche stattfinden können. Er ist mit Kissen und Decken ausgestattet sowie einem Sofa. Hier finden die Kinder auch Möglichkeiten zum didaktischen Spiel.

  • Der Außenraum als ein Funktionsraum

    Der Außenraum als ein Funktionsraum

    Eine durchdachte Geländemodellierung schafft Nischen, Versteckmöglichkeiten und Rückzugsorte. Vielfältige Materialien wie Pflanzen, Holz, Rinde, Kies, Bruchsteine, Findlinge, Sand und Wasser schaffen Möglichkeiten für vielfältige Sinneserfahrungen und regen zum Selbsttätig sein an. Auch hier steht das Spiel mit den Elementen im Vordergrund. Neben der Forscherstation bietet ein Garten Gelegenheit zum Gärtnern und Pflegen eines Kräutergartens. Ein Spielplatz mit Naturcharakter, auf dem auch eine Sonnenuhr integriert ist, ergänzt das naturwissenschaftliche Profil. Hierzu gehört auch eine Feuerstelle, um das Element Feuer zu erkunden und zu erleben, indem sie kleine Äste sammeln und eine Feuer entfachen, mit langen Stöckern in der Glut stochern, um anschließend mit der verkohlten Spitze auf den gehwegplatten zu malen. Ausgewählte Kletterelemente fördern die motorische Entwicklung der Kinder. Ein Wasserlauf ermöglicht das Erfahren des Elements Wasser. Dieses wird verbunden mit einer Sickergrube, in der gematscht werden kann oder mit Alltagsgegenständen wie alte Töpfe, Löffel, Kellen geschöpft werden kann. Für die Krippenkinder bieten kleine abgegrenzte Spielplätze Übersichtlichkeit und Platz zum Bewegen, Buddeln und Verstecken.

  • Lagerräume

    Lagerräume

    Um die Funktionsräume der Kinder nur mit Materialien auszustatten, die derzeit dem Bedürfnis und der aktuellen Lebenssituation sowie dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechen, ist „Weniger mehr“. So müssen Lagerräume geschaffen werden, in denen die Erzieher diverses Spiel- und Bastelmaterial oder andere Utensilien lagern können.

  • Personalräume

    Personalräume

    Zufriedene Erzieher, die sich wohlfühlen, sind die Grundlage guter Bildungsbegleitung. Daher ist es uns wichtig, dass das 14- köpfiges Erzieherteam ansprechende funktionale Räumlichkeiten vorfindet, in denen sie gemeinsam ihre Pausen gestalten können, in denen sie Essen einnehmen, in denen sie Vor- und Nachbereitungszeit gestalten können.

    Räume um Reflektionen in Kleinteams durchzuführen und Dokumentationen an PC-Arbeitsplätzen erstellen können.

    Auch eine Fachbibliothek soll Bestandteil der Personalräume sein. Entsprechende Sanitärräume in den Einheiten sowie im Begegnungsbereich ergeben sich entsprechend. Auch behindertengerechte WC sind integriert.

  • Raum für die Kita-Leitung

    Raum für die Kita-Leitung

    Um die Willkommens- und Dienstleitungskultur zu symbolisieren, muss sich das Büro der Leitung im Eingangsbereich befinden. Dieses muss ebenso funktional ausgestaltet werden.

  • Räume für die Jüngsten

    Räume für die Jüngsten

    Die Räume der Kleinsten im Haus sind auch im Ganzen auf sie ausgerichtet. Sie bieten beruhigte und aktive Bereiche, Rückzugsmöglichkeiten und Räume, die dem Bewegungsdrang der Kinder entgegenkommen. Spielpodest mit unterschiedlichen Höhen stellen erste Herausforderungen dar und halten spannende Entdeckungen bereit. Gemütliche Kuschelecken um den Unruhen des Tages auszuweichen und interessante Spielmaterialien zum Hantieren und erste Rollenspiel-erfahrungen zu machen, stehen zu Verfügung. Ein Kinderestaurant bietet die Möglichkeit, in den Spielräumen keine Tische und Stühle stellen zu müssen, so dass Bewegungsfreiheit besteht. Im Nestchen-raum bietet wir Rückzugsmöglichkeiten für die Eingewöhnungskinder oder für die gezielte individuelle Betreuung nach Bedarf. Kleine Wasserspielbereiche in den Bädern des Krippenbereichs bieten die Möglichkeit, erste Wassererfahrungen zu machen und mit dem Wasser zu spielen.

Tagesstruktur

In der Tagesstruktur findet sich unsere Orientierungsqualität wieder, indem wir Tagesstrukturen öffnen und den Kindern verschiedenste Möglichkeiten der Mit- und Selbstbestimmung bieten.

Beispiel:

Uhrzeit Aktivität Bemerkung
6.00 – 7.30 Uhr Ankommen, Spielen Frühdienst
7.30 - 8.30 Uhr Frühstück gleitend
7.30 – 9.00 Uhr Spiel in geöffneten Lernwerkstätten +Außenraum  
9.00 Uhr Morgenkreis mit Bezugserzieher  
9.30 Uhr – 11.00 Uhr Freispiel in den Lernwerkstätten + Außenraum oder Teilnahme an gelenkten Angeboten  
11.00 – 12.30 Uhr Mittag gleitend
12.00 Uhr – 14.00 Uhr Schlaf-, Ausruh- oder Spielzeit  
14.00 - 15.00 Uhr Kaffee gleitend
14.00 – 18.00 Uhr Spiel in geöffneten Lernwerkstätten +Außenraum  

Um einen reibungslosen und transparenten Ablauf zu gewährleisten, braucht eine Öffnung Regeln, Regeln hinsichtlich der Kommunikation, der Absprachen und der Nutzung der Räume und Verantwortlichkeiten.  Diese Regeln werden mit den Kindern bzw. im Pädagogen Team zusammen aufgestellt, visualisiert, kontrolliert und reflektiert.

Beobachtung und Dokumentation als Arbeitsgrundlage

„Die Beobachtung ist die Eingangstür zur pädagogischen Arbeit.“ (Heck, 2005,12)

Im Rahmen der Qualitätsentwicklung innerhalb unseres Trägers haben wir ein Beobachtungskonzept erarbeitet, welches Grundlage und Ergänzung der Konzeption ist. Kinder sind Forscher und Entdecker, sie sind Akteure ihres Handelns. Mit jedem Tag erschließen sie sich die Welt und gestalten diese aktiv mit. Kinder dabei zu beobachten gibt Aufschluss über ihre Entwicklung, ihre Themen und Bedürfnisse. In unseren Einrichtungen finden systematisch und kontinuierlich Beobachtungen in unterschiedlichen Situationen im Tagesablauf statt. Beobachten heißt für uns, dass die Themen und Interessen eines Kindes in den Blick gerückt werden. Jedes Kind ist einzigartig und unterscheidet sich dadurch von den anderen. Dieser Einzigartigkeit begegnen wir mit Wertschätzung und orientieren uns an den Stärken der Kinder. An den Dingen, die sie lieben und gerne machen, wachsen die Kinder. Unsere Beobachtungen sind Grundlage für die Arbeit mit dem Portfolio und für die Zusammenarbeit im Erzieherteam und den Austausch mit den Eltern. Diese sind die Experten ihrer Kinder, da sie umfangreiches Wissen über jedes einzelne Kind und dessen Vorlieben haben. Gerne tauschen wir uns in Gesprächen mit ihnen aus.

Portfolioarbeit

Jedes Kind hat seinen eigenen, unverwechselbaren Weg der Entwicklung. Wir begreifen es als wichtige Aufgabe, die individuellen Entwicklungswege der Kinder genau zu verfolgen und zu dokumentieren. In unserer Kindertagesstätte wird zur Dokumentation der Entwicklungsschritte für jedes Kind eine Dokumentation in Form eines Entwicklungsportfolios durchgeführt. Das Portfolio begleitet das Kind während der gesamten Zeit in unserer Einrichtung. Ebenso wie das Kind entwickelt sich das Portfolio immer weiter. Wie ein roter Faden dokumentiert es die Lernentwicklung des Kindes. Es ist eine wertvolle Grundlage für Eltern- und Entwicklungsgespräche und ermöglicht Kindern, Eltern und Erzieherinnen den gemeinsamen Lernweg und die individuelle Entwicklung des Kindes kontinuierlich in den Blick zu nehmen und die einzelnen Schritte, wie auch Lernerfolge zu dokumentieren.

Sprachentwicklung – Sprache als Grundlage für den Bildungserfolg

Die Grundlage für den Bildungserfolg ist die Sprachentwicklung. Sie sollte möglichst früh beginnen und sich an der individuellen ganzheitlichen Entwicklung der Kinder orientieren. Sprachliche Bildung findet im gesamten Tagesablauf statt. In den unterschiedlichsten Situationen geben wir den Kindern die Möglichkeit, Sprache zu entdecken, zu erleben und zu erlernen.

Sie sammeln Erfahrungen,

  • was man mit der Sprache erreichen kann
  • erleben, Bedürfnisse auszudrücken
  • lernen Regeln und Normen zu verstehen
  • bekommen Werte vermittelt und
  • nehmen soziale Kontakte zu Gleichaltrigen und Erwachsenen auf.

Die Lebenswelt von Kindern, die mit ihrer Familie zugewandert sind, ist in der Regel durch Zwei- oder Mehrsprachigkeit geprägt. Beim Erlernen einer Zweitsprache ist die Muttersprache von großer Bedeutung. Die Muttersprache bedeutet für jedes Kind Sicherheit und Vertrautheit und bildet die Grundlage für die Entwicklung eines positiven Selbstbildes und Selbstwertgefühls. Die Muttersprache stellt die Wurzeln der Persönlichkeit eines jeden Kindes dar. So machen wir die Mehrsprachigkeit zum Lerngegenstand, der sich auch in der Raum- und Materialgestaltung wiederspiegelt.

Interkulturelles Handeln / Kulturelle Höhepunkte

Ausgehend von der Sozialraumanalyse, die Familien aus gut situierten Familien sowie auch finanziell schwach gestellten Familien sowie Familien mit Migrationshintergrund erwartet, liegt hier die Herausforderung allen Bedürfnissen der Familien gerecht zu werden.

Das Konzept des interkulturellen Lernens zielt darauf, Kindern Fähigkeiten zu vermitteln, die sie in der Gesellschaft, die von Menschen mit ganz unterschiedlichem kulturellem Hintergrund geprägt sind, brauchen. Die KITA bietet einen Erfahrungsraum, um vielfache Lebensformen kennen zu lernen, zu akzeptieren und zu verstehen. Kinder und Erwachsene üben im konkreten Umgang miteinander Toleranz und Akzeptanz. Die verschiedenen kulturellen Hintergründe und Lebensweisen finden sich auch in der Raumgestaltung, den Dokumentationen und Informationen wieder. Niederschwellige Angebote zur Stärkung der Elternkompetenz sind für uns wichtige Methoden der Elternpartnerschaft, die wir bei Bedarf etablieren möchten. Die Erfahrungen im Träger durch die interkulturelle Kita „Kinderland“ in Parchim werden uns dabei leiten.

Inklusion

Wir gehen von einer Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen aus. Unser Ziel ist es:

  • bei den Kindern ein positives Verhältnis zur Vielfalt der Lebenswelten von Menschen zu entwickeln
  • sie zu einem friedlichen und toleranten Umgang mit dem Unbekannten zu erziehen.

Auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Lebenslagen der Kinder einzugehen, ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal der individuellen Förderung. So wird die Vielfalt als Chance und Bereicherung für die pädagogische Praxis gesehen. Für uns beginnt Inklusion im Kopf, das heißt:

  • dass jede pädagogische Fachkraft eigene Vorurteile reflektiert
  • und ihr Verhalten auf ein inklusives Menschenbild ausrichtet.

Die Gestaltung einer geöffneten Tagesstruktur bietet eine gezielte Grundlage, den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Im Rahmen der Personalentwicklung des Trägers haben wir Integrationspädagogen ausgebildet, die eine Möglichkeit eröffnen, auch Kinder mit diagnostizierten Förderbedarf zu begleiten und zu betreuen.

Kinderschutz

Wir verstehen uns als Anwalt der Kinder. Kinderschutz ist unser wichtigster Leitgedanke. Im Rahmen unserer Verantwortung tragen wir Sorge dafür, dass die Aufgaben des Kinderschutzes nach § 8 des SGB umgesetzt werden. Eine Verfahrens- und Dienstanweisung für den Umgang mit Kindeswohlgefährdung ist Bestandteil des Organisationshandbuches unserer Kindertagesstätten und wird jährlich mit den Mitarbeitern besprochen.

Übergänge gestalten

Übergang von der Familie in die Kindertageseinrichtung/Eingewöhnung

Für das Kind gab es bisher nur die Erfahrungswelt der Familie. Die Eltern stellten die Bezugspersonen dar, mit denen es seinen Alltag erlebte und in der Regel fand noch keine Trennung über einen längeren Zeitraum statt. Mit dem Eintritt des Kindes in die Kita gilt es, eine Vielzahl von neuen Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen:

= eine neue Umgebung
= neue Bezugspersonen
= Trennung von den Eltern
= Kontakt zu anderen Kindern
= neue Abläufe und Regeln

Deshalb ist es wichtig, den Übergang von der Familie in die Kita so behutsam wie möglich zu gestalten, damit das Kind das Gefühl der Sicherheit erfahren und neue Bindungen eingehen kann. Im Rahmen der Entwicklung von pädagogischen Standards haben wir im Fachbereich ein Eingewöhnungskonzept entwickelt, dass auch für diese Kita verbindlich wird.

Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule/Hort

Die notwendige Schulfähigkeit der Kinder wird in einem langjährigen Entwicklungsprozess erlangt, der sich nicht auf ein Jahr vor der Einschulung beschränkt. Das Kind macht in der gesamten Kleinkind- und Vorschulzeit Erfahrungen, die für die Bewältigung der Schule notwendig und nützlich sind. Grundlage für die Gestaltung dieses Überganges ist, dass sich die Erzieherinnen unserer Kita und die künftigen Lehrer der Kinder optimal auf diesem Weg abstimmen. Daher ist durch die Kita-Leitung eine Kooperationsvereinbarung mit den Grundschulen abzuschließen und Ausgestaltungsmöglichkeiten zu besprechen.

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

Starke Kinder brauchen starke Eltern! Elternkompetenzen stärken, ihnen zuhören, Motivation und positives Feedback geben sind Ziele der Elternpartnerschaft. Eine erfolgreiche Entwicklungsbegleitung mit Kindern gelingt nur in kooperativer Partnerschaft mit den Eltern. Eltern und Erzieherinnen sind gleichberechtigte Partner. Die Eltern erhalten einen umfassenden Einblick in die pädagogische Arbeit.
Elternarbeit kann auf vielfältige Weise stattfinden:

  • Beratungsgespräche durch die Leitung
  • tägliche kurze Gespräche mit der Gruppenerzieherin oder mit der Leiterin,
  • Einzelgespräche mit den Eltern, jährliche Entwicklungsgespräche mit den Eltern
  • Hausbesuche,
  • gemeinsame Absprachen zur Gestaltung der Eingewöhnungszeiten der Kinder bei Neuaufnahme,
  • Elternabende, Elternnachmittage, Elternweiterbildung
  • Gestaltung von Gruppenaktivitäten und Festen,
  • Mitarbeit im Elternrat,
  • Informationen über Elternbriefe und Aushänge

Vernetzung im Sozialraum

Die Kita strebt ein Netzwerk an externen Kooperationspartnern an und arbeitet mit anderen in diesem Handlungsfeld tätigen Diensten (z.B. Gesundheitsamt, Kinderärzten, Therapeuten, Schuldnerberatung, Erziehungsberatungsstelle etc.) zusammen. Die Kita kooperiert auch mit anderen Bildungs-und Kultureinrichtungen im Stadtteil (z.B. Museen, Bibliotheken, Theater etc.), um die Bildungs- und Lernprozesse aller Kinder zu bereichern.

Wir kooperieren mit den im Einzugsbereich befindenden Schulen, um den Übergang zur Grundschule individuell zu gestalten.

Profilstärkung durch eine Patenschaft der Parchimer Stadtwerken

s. Patenschaftserklärung der Stadtwerke Parchim

Zusammenarbeit mit dem Träger

Die Zusammenarbeit mit dem Träger sieht Absprachen und Informationsaustausch zu allen die Kindertagesstätte betreffenden Angelegenheiten vor, d.h.:

  • die Entwicklung der pädagogischen Konzeption
  • Personalplanung und Personalentwicklung, Organisationsentwicklung
  • falls gefordert, Elterngespräche
  • Öffnungszeiten
  • Gebührensatzung
  • Absprache mit dem Jugendamt zur Festlegung der Kapazität der KITA
  • Haushaltsplan
  • Verwaltung

Durch die enge Zusammenarbeit und Begleitung durch die Fachbereichsleitung sorgen wir für eine transparente Kommunikation und zeitnahe Entscheidungen. Der DRK Kreisverband Parchim e.V. sieht sich nicht nur als Verwalter der Kita, sondern als Gestalter des Qualitätsentwicklungsprozesses.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Kita verfügt im Verbund des Deutschen Roten Kreuzes über ein Netzwerk an externen Kooperationspartnern und arbeitet mit anderen in diesem Handlungsfeld tätigen Diensten (z.B. Jugendamt, Gesundheitsamt, Kinderärzte, Therapeuten, Schuldnerberatung, Erziehungsberatungsstelle, Migrationsberatung etc.) zusammen. Die Kita kooperiert auch mit anderen Bildungs- und Kultureinrichtungen in der Stadt Parchim (z.B. Schulen, Museum, Bibliothek, Theater, Musikschule, Sportvereine, Verkaufseinrichtungen, Banken etc.), um die Bildungs- und Lernprozesse aller Kinder zu erweitern.

Ergebnisqualität

Maßnahmen zur kontinuierlichen Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung / Qualitätsmanagement

Wir entwickeln unsere Konzeption und unsere pädagogische Arbeit entsprechend der Bedarfe der Kinder und deren Familien im Sozialraum ständig weiter. Dadurch können wir der individuellen und gezielten individuellen Förderung der Kinder und Veränderungen in der Gesellschaft gerecht werden.

Auf Trägerebene entwickeln wir Standards für ausgewählte Prozesse unserer Arbeit, um noch zielorientierter zu arbeiten und unsere pädagogische Arbeit zu professionalisieren. Dabei ist uns die Mitarbeit aller Erzieherinnen sehr wichtig.

Fortschreibung der Konzeption

Die Konzeption ist eine veränderliche Arbeitsgrundlage. Sie kann zu jeder Zeit verändert, vervollständigt oder neu geschrieben werden. Insbesondere in der Aufbauphase werden wir unsere Zielsetzungen intensiv reflektieren, ob diese im Einklang sind mit den Bedürfnissen der Kinder und Familien.

 

Rolle der Leitung

Die/der Kindertagesstättenleiter/in hat im Rahmen der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung eine absolute Schlüsselrolle. Die erfolgreiche Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit, die einher geht mit der Personal- und Teamentwicklung ist unmittelbar abhängig von der Fach- und Führungskompetenz der Leitung. Die wirtschaftliche Ausgestaltung und Budgetverwaltung obliegt der Leitung. Um die fachliche Anleitung und das Lernen der Mitarbeiter am Modell zu intensivieren, arbeiten wir im Krippen- und Kitabereich mit Teamkoordinatoren/päd. Leitungen.

Teamentwicklung

Wir streben in unserem Haus eine offene Kommunikation an und sehen Unstimmigkeiten als Chance zur Veränderung. Jede Mitarbeiterin soll nach ihren Präferenzen, die Möglichkeit erhalten, sich in dem Teamprozess einzubringen und dabei achtsam mit Kolleginnen umgehen. Wir gehen davon aus, dass wir nicht nur mit den Kindern Partizipation leben, sondern dies nur gelingen kann in einer Kultur der Partizipation. Insbesondere im Rahmen der offenen Tagesstruktur sind das Einhalten von Absprachen und Verlässlichkeit der Vereinbarungen fundamentale Grundlage der gemeinsamen Entwicklungsbegleitung der Kinder.

Fort- und Weiterbildung/Supervision

Ein wichtiger Baustein der Qualitätsentwicklung ist die zielgerichtete Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen. In einem Fortbildungsplan wird der Fortbildungsbedarf jeder Mitarbeiterin auf die konzeptionelle Zielsetzung der Einrichtung abgestimmt. Jede Mitarbeiterin nimmt an einer Weiterbildung im Jahr teil. Trägerinterne Fachtagungen und Konzeptionstage sowie Inhouse-Seminare runden unser Fortbildungsprofil ab. Regelmäßige Supervisionen sind Grundlage des Reflektion- und Entwicklungsprozesses jedes Pädagogen.

Fachberatung

Mit der Unterstützung der Fachberatung reflektieren die pädagogischen Fachkräfte ihre pädagogische Arbeit und entwickeln professionelle Wege zur Entwicklungsbegleitung für Kinder und Eltern.