Unsere Erste-Hilfe-AGs an Grundschulen sind gestartet. Dabei geht es um weit mehr als Pflaster und Verbände. Die Kinder lernen Schritt für Schritt, aufmerksam hinzuschauen, Situationen einzuschätzen, sich Hilfe zu holen und füreinander da zu sein.
Das Projekt „Kleine Retter ganz groß“ stärkt damit nicht nur Wissen rund um die Erste Hilfe. Es unterstützt Grundschulkinder auch dabei, mehr Sicherheit im Umgang mit alltäglichen Unfällen und außergewöhnlichen Situationen zu entwickeln.
Erst einmal richtig pusten
Zum Einstieg wurde gekonnt gepustet: nicht zu stark und nicht zu schwach.
Mit selbst gebauten Seifenblasenringen konnten die Kinder ausprobieren, wie viel Gefühl manchmal in einem kleinen Puster steckt. Was zunächst nach einem einfachen Spiel klingt, schafft einen kindgerechten Einstieg in die Erste Hilfe.
Die Kinder erleben dabei: Helfen bedeutet auch, aufmerksam zu sein und wahrzunehmen, was ein anderer Mensch gerade braucht.
Zuhören und die eigenen Grenzen wahrnehmen
In der nächsten AG-Einheit standen die Erfahrungen der Grundschulkinder im Mittelpunkt. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, dass manche Erlebnisse und Erinnerungen noch länger in uns nachwirken können.
- Was beschäftigt mich?
- Wann möchte ich darüber sprechen?
- Wann brauche ich Unterstützung?
- Und wie merke ich, dass es jemand anderem vielleicht gerade nicht gut geht?
Die Kinder lernen, einander zuzuhören und persönliche Grenzen zu respektieren. Ebenso wichtig ist die Erkenntnis, dass niemand schwierige Situationen allein bewältigen muss. Sich Hilfe bei einer vertrauten Person zu holen, gehört deshalb genauso zur Selbstschutzkompetenz wie das Wissen über Erste Hilfe.
Ein Sorgenstein für schwierige Momente
Zum Abschluss entstanden persönliche Sorgensteine. Sie geben den Kindern eine einfache Möglichkeit, sich mit den eigenen Gefühlen und Gedanken auseinanderzusetzen.
Den Stein in der Hand halten, einen Moment zur Ruhe kommen, malen, erzählen oder sich jemandem anvertrauen: Die Kinder entdecken unterschiedliche Wege, mit Sorgen umzugehen und Unterstützung anzunehmen.
So wachsen in den Grundschul-AGs nach und nach kleine Ersthelferinnen und Ersthelfer heran, die nicht nur wissen, dass sie helfen können. Sie lernen auch hinzuschauen, mitzufühlen und auf sich selbst zu achten.
Denn Erste Hilfe kann kinderleicht beginnen – und gehört auch in die Schule.
Mehr über das Projekt „Kleine Retter ganz groß“ und die Grundschul-AGs beim DRK Parchim erfahren









