Kalte Luft, frostiger Wind und dennoch jede Menge Wärme im Miteinander: Unser Eisbaden am Wockersee hat sich endgültig zu einem besonderen Erlebnis für die Region entwickelt.
Wir haben eingeladen – und viele sind gekommen. Am Wockersee wurde aus einer mutigen Idee längst ein fester Treffpunkt für alle, die das Besondere suchen. Für das Eisbaden musste sogar ein Loch in die dicke Eisdecke gesägt werden – ein Moment, der selbst erfahrene Wasserfreund:innen kurz innehalten ließ.
Bei rund minus vier Grad Außentemperatur zeigte sich dann, wie viel Kreativität und Humor selbst der Winter nicht einfrieren kann: Teufel und Hasen standen neben Wikingern und Römern, Hawaii-Hemden leuchteten zwischen Mario und Luigi, Piraten trafen auf Eisbären, Smileys und sogar eine Prinzessin. Ein ganzer Regenbogen bewegte sich gemeinsam Richtung Eisloch – bunt, mutig und unübersehbar.
Ob fantasievoll verkleidet oder hochkonzentriert, mit Respekt vor dem kalten Wasser und einem Lächeln im Gesicht wagten sich die Teilnehmenden ins Eis. Begleitet von Applaus vom Ufer, neugierigen Blicken und einer Atmosphäre, die deutlich machte: Hier geht es nicht um Leistung, sondern um Gemeinschaft.

Organisiert wurde das Event von uns, dem DRK Kreisverband Parchim e.V., gemeinsam mit unserer engagierten Wasserwacht. Sicherheit, Verantwortung und ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper standen dabei jederzeit im Mittelpunkt. Das Eisbaden sollte ein besonderes Erlebnis sein – aber eines, das gut vorbereitet und verantwortungsvoll begleitet wird.
Getragen wurde das Eisbaden von einem starken Netzwerk aus Unterstützenden, Ehrenamt und Partnern. Unsere Wasserwacht Parchim sowie die Wassergefahrengruppe des DRK Kreisverband Parchim e.V. waren während der gesamten Veranstaltung präsent und sorgten mit ihrer Erfahrung und Aufmerksamkeit für Sicherheit im und am Wasser. Ihre ruhige, professionelle Arbeit im Hintergrund war eine wichtige Grundlage dafür, dass sich alle Teilnehmenden gut aufgehoben fühlen konnten.
Der Sportclub Parchim organisierte und Pro Fit XII begleiteten die Veranstaltung und standen für das respektvolle Miteinander, das den Tag prägte.
Eine ganz besondere Rolle übernahm die Fasssauna Parchim: Sie stellte allen Eisbaderinnen und Eisbadern sowohl eine Fasssauna als auch einen Jacuzzi-Pool zur Verfügung. Nach dem Sprung ins Eis war dieser Bereich ein Ort des Aufwärmens, des Durchatmens und des Austauschs – und damit ein unverzichtbarer Bestandteil des Events.
Unsere DRK-Bereitschaften sorgten für heiße Getränke und kleine Stärkungen, während wir gemeinsam mit der DLRG Zarrentin die Wasserabsicherung sicherstellten.

Der Kostümwettbewerb gehörte fest zum Eisbaden dazu. Eine unabhängige Jury entschied über die Platzierungen: Den ersten Platz belegte das Wikinger-Team, Platz zwei ging an einen sehr jungen Teilnehmer im „Patrick“-Kostüm, Platz drei an einen eindrucksvoll gekleideten „Römer“. Zusätzlich wurden zwei weitere Preise an Teilnehmende vergeben, die jeweils über zehn Minuten im eiskalten Wasser blieben.
Alle Preise bestanden aus Gutscheinen der Fasssauna Parchim und von Pro Fit XII – eine Anerkennung für Kreativität, Mut und den bewussten Umgang mit den eigenen Grenzen.

Ein besonders starkes Zeichen setzte unsere Jugend der Wasserwacht Parchim. Statt des gewohnten Schwimmtrainings nutzten die Juniorwasserretterinnen die Zeit, um gemeinsam ein Gruppenkostüm zu gestalten. Die bewusste Entscheidung fiel auf den Regenbogen – als Symbol für Gemeinschaft, Offenheit und dafür, dass bei uns alle willkommen sind. Gerade im dunklen Winter wollten sie Farbe zeigen. Gemeinsam gebastelt, gemeinsam ins Wasser gegangen – und damit eindrucksvoll gezeigt, was Zusammenhalt bedeutet.
Wir sind stolz auf dieses engagierte Team, das nicht nur mit Kreativität und Mut überzeugt, sondern auch regelmäßig trainiert, Verantwortung übernimmt und sich stetig weiterentwickelt. Für ihren nächsten Wettkampf benötigen die Juniorwasserretterinnen jedoch Unterstützung – unter anderem für Startgebühren, Ausrüstung und Fahrten.
Wer unsere Wasserwacht-Jugend unterstützen möchte, hilft damit direkt jungen Menschen, die sich mit viel Herzblut für Sicherheit am Wasser einsetzen. Jede Spende zählt und kommt unmittelbar der Nachwuchsarbeit zugute.
Neben Mut, Kreativität und Gemeinschaft stand auch der soziale Gedanke im Mittelpunkt. Die Einnahmen des Tages kamen unserer Besuchshunde-Gruppe sowie dem entstehenden Hospiz Eldehaus zugute. Damit verbindet das Eisbaden ein außergewöhnliches Erlebnis mit konkreter Unterstützung für wichtige soziale Projekte in unserer Region – ganz im Sinne der Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes.

Wir blicken stolz und dankbar zurück: auf mutige Teilnehmende aus nah und fern, auf kreative Kostüme, faire Entscheidungen und ein respektvolles Miteinander. Auf engagierte Ehrenamtliche, verlässliche Partner und viele helfende Hände im Hintergrund. Der Wockersee war eiskalt – aber das, was dieses Eisbaden getragen hat, war echte Gemeinschaft.
Und eines ist schon jetzt klar: Im Januar 2027 kehren wir zurück an den Wockersee. Mit neuen Ideen, vertrauten Gesichtern und der gleichen Haltung, die dieses Event ausmacht – gemeinsam, verantwortungsvoll und mit ganz viel Herz.