You are on the English websiteSie befinden sich auf der deutschen WebsiteWe do not provide this content in your preferred language
You are on the German website, you can use the switch to switch to the English oneSie befinden sich auf der englischen Website, Sie können mit dem Schalter auf die deutsche Website wechselnYou can use the switch to switch to the another available language if you want
Wir, das Deutsches Rote Kreuz Kreisverband Parchim e.V., sind ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Uns ist es ein Anliegen, transparent, einfach und übersichtlich über unsere Strukturen und Ziele, sowie die Mittelherkunft- und Verwendung zu informieren.
Der DRK Kreisverband Parchim e.V. folgt der freiwilligen Selbstverpflichtung der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ und veröffentlicht deren Vorgaben entsprechend folgende Angaben:
Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr unser Organisation
Durch die Unterzeichnung einer Selbstverpflichtungserklärung verpflichten wir uns zur Einhaltung der Grundwerte des Deutschen Spendenrates: Transparenz, Sicherheit, Glaubwürdigkeit, ethische Standards und Rechenschaft.
Satzung, Selbstverständnis und Ziele
Der DRK-Kreisverband Parchim e.V. ist in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins tätig. Er ist ein Mitgliedsverband des Deutschen Roten Kreuzes und damit Teil der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und der nationalen Hilfsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Als Teil davon nimmt er die Aufgaben wahr, die sich aus den Genfer Rotkreuz-Abkommen, den Zusatzprotokollen und den Beschlüssen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Konferenz ergeben.
Der DRK-Kreisverband Parchim e.V. ist Mitgliedsverband im DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Dachverband und die Gesamtheit seiner Gliederungen sowie deren Mitglieder auf dem Gebiet des östlichen Landkreises Ludwigslust-Parchim im Bereich des Altkreises Parchim. Zu ihm gehört 1 Ortsverein in Sternberg. Des Weiteren nimmt der DRK-Kreisverband Parchim e.V. für seine drei Beteiligungsgesellschaften die Gesellschafterfunktion wahr. Der DRK-Kreisverband Parchim e.V. stellt sich mit all seinen Gliederungen und den ca. 2.000 Mitgliedern diesen Aufgaben. Gemäß seinem Selbstverständnis erfolgt die Arbeit nach den sieben Grundsätzen Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.
Zur Verwirklichung seines humanitären Auftrages im Einklang mit der Satzung wirbt er in der Bevölkerung und sammelt Spenden. Zudem ist der DRK-Kreisverband Parchim e.V. im Wesentlichen auf öffentliche und nichtöffentliche Zuwendungen, Beiträge und Zuschüsse Dritter angewiesen.
Wir sind wegen Förderung der Zwecke der amtlich anerkannten Verbände der freien Wohlfahrtspflege als gemeinnützig anerkannt und nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Schwerin, Steuernummer 090/141/04302 vom 15.12.2025 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des KStG von der Körperschaftsteuer befreit.
Name und Funktion der Entscheidungsträger
Das höchste Entscheidungsgremium des DRK-Kreisverband Parchim e.V. ist die Kreisversammlung.
Sie wählt die Mitglieder des Präsidiums, beschließt den Wirtschafts- und Investitionsplan, den Jahresabschluss und entlastet das Präsidium.
Die Führung des Verbandes erfolgt durch einen hauptamtlichen Vorstand und durch ein ehrenamtliches Präsidium und sichert somit die Trennung von Aufsicht und Exekutive. Der Vorstand führt die Geschäfte des Landesverbandes gem. § 26 BGB. Das ehrenamtliche Präsidium ist für Grundsatzentscheidungen und die Kontrolle des Vorstandes zuständig.
Im DRK Kreisverband Parchim waren am 31. Dezember 2024 439 hauptamtliche Mitarbeiter:innen sowie 18 Auszubildende beschäftigt.
16 (Vorjahr 17) Mitarbeiter:innen haben im zurückliegenden Jahr Elternzeit in Anspruch genommen.
In der DRK Rettungsdienst Parchim Ludwigslust gGmbH waren XXX (Vorjahr: XXX) hauptamtliche Mitarbeiter:innen, XX (Vorjahr: XX) geringfügig Beschäftigte und XX (Vorjahr: XX) Auszubildende in der Gesellschaft beschäftigt.
> die genauen Zahlen folgen in Kürze
In unserem Kreisverband waren im Jahr 2024 knapp 300 Ehrenamtliche aktiv tätig. In den einzelnen Gemeinschaften waren dies:
Jugendrotkreuz: Wasserwacht: Bereitschaft: Medical Task Force: Wohlfahrts- und Sozialarbeit:
Vermögens- und Finanzlage für das Geschäftsjahr 2024 > folgt in Kürze
Mitgliedsverbände / Tochtergesellschaften
Das Deutsche Rote Kreuz in Deutschland ist föderal strukturiert. Der Zentralverband ist der Bundesverband, Deutsches Rotes Kreuz e.V.. Seine Mitglieder sind die 19 Landesverbände und der Verband der Schwesternschaften. Der DRK- Kreisverband Parchim e.V. ist neben den weiteren 13 DRK-Kreisverbänden in Mecklenburg-Vorpommern Mitglied im DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Der DRK- Kreisverband Parchim e.V. hat folgende 100%ige Tochterunternehmen:
52% an der DRK Rettungsdienst Parchim-Ludwigslust gGmbH
und an der Freie berufliche Schule für Soziales Westmecklenburg GmbH mit 25,033%
Zuwendungen
Der DRK Kreisverband Parchim e.V. erhält von folgenden juristischen oder natürlichen Personen jährliche Zuwendungen, die mehr als zehn Prozent der gesamten Jahreseinnahmen ausmachen:
alle jährlichen Zuwendungen liegen unter 10% der gesamten Einnahmen
Größter Fördermittelgeber:
Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern mit 2%
„Wer sein Ziel nicht kennt, kann auch den Weg nicht finden.“
(Christian Morgenstern)
Prämabel
Das Deutsche Rote Kreuz steht seit über 150 Jahren für Menschlichkeit, Hilfe in Not und die Wahrung der Menschenrechte. Doch die gesellschaftlichen Herausforderungen haben sich im Jahr 2024 weiter zugespitzt: Der andauernde Krieg in der Ukraine und die anhaltende Unsicherheit über dessen Folgen für Europa prägen unser tägliches Leben. Die politische und wirtschaftliche Lage ist instabil, und die globalen Krisen von Energieknappheit über Inflation bis hin zur zunehmenden sozialen Spaltung – treffen auch unsere Region.
Der Krieg in der Ukraine ist nicht mehr nur eine europäische Krise, sondern ein weltpolitischer Wendepunkt. Er beeinflusst nicht nur die Sicherheitspolitik der EU, sondern auch die sozialen Rahmenbedingungen in Deutschland. Während Milliarden in die Verteidigung investiert werden, geraten soziale Sicherungssysteme zunehmend unter Druck. Gleichzeitig erleben wir eine Krise der politischen Verbindlichkeit – viele soziale Versprechen bleiben unfinanziert, während Ausgaben für Rüstung und Sicherheit steigen.
Auch die Wahlen in den USA werfen lange Schatten. Die geopolitischen Unsicherheiten, die ein angekündigter Kurswechsel der US-Politik mit sich bringt, machen deutlich, dass Europa und Deutschland sich auf sich selbst besinnen müssen – politisch, wirtschaftlich und sozial. Doch was bedeutet das für die Wohlfahrt? Was passiert mit der Finanzierung unserer sozialen Arbeit, wenn sich die politischen Prioritäten verschieben? Die Antworten darauf sind ungewiss, doch eins bleibt sicher: Unser Engagement, das Engagement des DRK Kreisverbandes Parchim e.V. für die Menschen in unserer Region ist unverhandelbar.
Trotz dieser Unsicherheiten bleibt unser Grundsatz bestehen: "In der Region für die Region" – mit dem klaren Ziel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, soziale Gerechtigkeit zu fördern und denjenigen eine Stimme zu geben, die in Krisenzeiten oft überhört werden.
Vollständiger Lagebericht des DRK-Kreisverbandes Parchim e.V. für das Geschäftsjahr 2024
Darstellung der Lage des Vereins
Finanzen
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind geordnet. Der Verein war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Branchenvergleich verfügt er über eine gute Bonität und eine gefestigte Bilanz.
Im Vergleich zum Vorjahr stellen sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie folgt dar:
2024
T€
2023
T€
Veränderung
T€
Vermögenslage
Anlagevermögen
32.274
33.493
-1.219
Umlaufvermögen
4.992
3.109
1.883
Eigenkapital
10.086
9.316
770
Gesamtkapital ohne Sonderposten
29.668
29.232
436
Bilanzsumme
37.282
36.613
669
2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Finanzlage
Cashflow auslaufender Geschäftstätigkeit
2.330
3.085
-755
2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Ertragslage
Gesamtleistung
31.780
27.192
4.588
Personalaufwand
24.071
20.759
3.312
Jahresüberschuss
673
-87
760
Personal
Am 31. Dezember 2024 waren im DRK Kreisverband Parchim 439 hauptamtliche Mitarbeiter:innen sowie 18 Auszubildende beschäftigt.
16 (Vorjahr 17) Mitarbeiter:innen haben im zurückliegenden Jahr Elternzeit in Anspruch genommen.
Wesentliche Erfolgsgrundlage sind die kompetenten, leistungsfähigen und engagierten Mitarbeiter:innen. Die Schwerpunkte der Personalarbeit lagen in der gezielten Personalgewinnung, in der Fort- und Weiterbildung, insbesondere mit dem Blick auf die sich ständig verändernden Anforderungen wegen gesetzlicher Neuerungen und dem wachsenden Bedarf an Betreuungs- und Pflegeleistungen.
Eine besondere Herausforderung stellt für den DRK Kreisverband Parchim e.V. der demographische Wandel dar. In den nächsten fünf Jahren werden ca. 10 Prozent unserer Mitarbeiter:innen das Unternehmen verlassen.
Mit der Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen und der gezielten Akquise von weiterbildungsinteressierten Mitarbeiter:innen können wir diese Entwicklung optimieren.
Daher verfolgt der DRK Kreisverband Parchim e.V. weiter konsequent die Qualifizierung von Mitarbeiter:innen sowie Quereinsteigern durch Weiterbildung im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 93 TEUR (Vorjahr 116 TEUR) in Weiterbildung investiert.
Zudem investieren wir weiter in die Digitalisierung unserer Arbeitsprozesse. Derzeit investieren wir in die Erweiterung der Funktionalität dieser Systeme, um unsere Personalprozesse noch weiter zu optimieren. Geplant sind Erweiterungen unseres Mitarbeiterportals, um unseren Beschäftigten noch mehr Informationen zur Verfügung stellen zu können und die Automatisierung von Antragsverfahren um die Kommunikation zwischen unseren Beschäftigten und der Verwaltung zu vereinfachen. Der Prozess zur Einführung einer zentralen systemübergreifenden Controllingsoftware wird dabei parallel fortgeführt. Die Thematik Digitalisierung wird unseren Verband in diesem und auch den kommenden Jahren vor weitere große Herausforderungen stellen und einen nicht unerheblichen zusätzlichen Kraftaufwand erfordern.
Kindertagesstätten
Im Fokus des Bereiches der Kindertagesstätten lag in 2024 folgendes:
• Die Auslastung der Kitas bei sinkenden Kinderzahlen in den Einzugsgebieten • Ein optimales, auskömmliches Verhandlungsergebnis in den Leistungs- und Entgeltverhandlungen
Die Kindertagesstätten des Kreisverbandes können in 2024 auf ein wirtschaftlich mäßig erfolgreicheres Jahr zurückblicken. In den im Juni 2024 mit Wirkung zum 01.07.2024 geführten Entgelt- und Leistungsverhandlungen haben wir insbesondere die Tariferhöhungen des Personals vollständig verhandeln können. Mit Blick auf die Rentabilität der Kitas, die gebunden ist an eine durchschnittlich 95%ige Auslastung der Kitas, haben unsere monatelangen Bestrebungen und Gespräche mit dem Landkreis, die Kapazitäten der Kitas den prognostischen Belegungs- zahlen anzupassen, nur bedingt Früchte getragen. Die Wirtschaftlichkeit unserer Kitas ist neben einer effektiven Betriebsführung und prognostischen Verhandlungen nur durch die Anpassung der Kapazitäten steuerbar. Dieses Thema wird in der Zukunft mit Blick auf die geburtenschwachen Jahrgänge an Bedeutung gewinnen. Aufgrund der Brüchigkeit von Prognosen durch unzuverlässige Betreuungsanmeldungen haben wir nur teilweise und knapp unsere 95%ige Auslastung in den Kitas erreicht.
Für unsere 6 Kindertagesstätten lagen in 2024 folgende Kapazitäten und Auslastungen zu Grunde:
KK = Kinderkrippe, KG = Kindergarten, HO = Hort; Σ = gesamt
Kapazität 2024
Gemeldete Kinder/Auslastung
Kita
KK
KG
HO
Σ
KK
KG
HO
Σ
%
Banzkow
29,83
79,33
50
159,16
25,11
78,85
48,52
152
94,59
Siggelkow
15
44,25
0,0
59,25
12,18
43,12
0,0
55,30
93,23
Sternberg
27,67
43,67
0,0
71,33
23,33
44,60
0,0
67,93
95,76
Lübz
48
109,0
0,0
157
41,75
105,0
0,0
146,75
92,00
Forschergeist
27
59
0,0
86
23,75
56,40
0,0
80,15
93,00
Parchimer Stadtmusikanten
54
135
0,0
189
45,00
133,8
0,0
178,8
95,00
Die Entwicklung der Kinderzahlen zeigt der Vergleich der Kapazitäten unserer Kitas im Jahr 2023 und 2024 in der unteren Tabelle. Hier wird deutlich, dass sich die geburtenschwachen Jahrgänge unterschiedlich in den Regionen auf die Kapazitäten unserer Kitas auswirken. Zukünftig ist hier eine differenzierte Betrachtung notwendig. Die angestrebte 100%ige Auslastung der 2023 eröffneten DRK Kita Forschergeist konnte nicht erreicht werden. Auch hier zeigt sich, dass die Betreuungsbedarfe in der Stadt Parchim gesättigt sind.
Kita
Kapazität 2023
Kapazität 2024
KK
KG
HO
Σ
KK
KG
HO
Σ
Diffe- renz
Banzkow
39,92
81,25
50
171,17
29,83
79,33
50
159,16
-12,01
Siggelkow
23
39
--
62,0
15
44,25
0,0
59,25
- 2,75
Sternberg
27
38
---
65,0
27,67
43,67
0,0
71,33
+ 6,33
Lübz
52
114
---
166,0
48
109,0
0,0
157
-9,00
Forschergeist
21,17
51,67
---
78,83
27
59
0,0
86
+7,17
Parchimer
Stadtmusikanten
54
135
---
189
54
135
0,0
189
+/-0
Positiv in 2024 ist die Kapazitätsentwicklung in der DRK Kita „Sternberger Kinnings“ zu verzeichnen. Hier machen sich Neuzuzüge in der Umgebung sowie die sehr gute Öffentlichkeitsarbeit der Kita bemerkbar.
Die Betreuungsbedarfe werden auch in 2025 weiter sinken, so dass wir im Leitungs- kreis der Kindertagesstätten folgende Strategie anstreben:
Die Prognose als Grundlage der Entgeltverhandlung entspricht 100% der Kapazität
Intensive Öffentlichkeitsarbeit über die sozialen Medien im Sozialraum und nach innen im Unternehmen
Intensivere Sozialraumarbeit und niedrigschwellige Angebote zur Stärkung von Elternkompetenzen, um neue Eltern für uns zu begeistern
Partizipation aller Mitarbeitenden, um Kundenbedürfnisse zu analysieren und Kundenzufriedenheit neu zu denken
Kita-Küchen
Sinkende Kinderzahlen haben auch auf das wirtschaftliche Ergebnis der Kita-Küchen Einfluss. Des Weiteren konnte die tariflich vereinbarte Inflationsausgleichsprämie durch die Einnahmen nur bedingt kompensiert werden. Das Konzept der gesunden Kita-Küche brachte insbesondere für die Kita-Küchen in Parchim und Sternberg diverse Neukunden, insbesondere im schulischen Bereich, die eine Kapazitätsauslastung ermöglichten. Zukünftig wird es die Aufgabe sein, auch die Kita-Küchen in Banzkow und Lübz intensiver zu bewerben, um auch hier die vorhandenen Ressourcen zu nutzen. Eine Anpassung der Essenpreise an die steigenden Verbrauchs- und Personalkosten ist im September 2024 erfolgt, diese werden von uns kontinuierlich kalkuliert und an die Kosten angepasst.
Jugendhilfeverbund
Nach wie vor sind die Finanzierungsgrundlage und die Abhängigkeit von lediglich einem Kunden, den kommunalen Jugendämtern, mit einem hohen wirtschaftlichen Risiko verbunden.
Im Wirtschaftsjahr 2024 stellten sich für den Jugendhilfeverbund folgende Aufgaben und Herausforderungen: • Personalprobleme und die damit verbundenen Strategien die Angebotsstruktur aufrecht zu erhalten • Sparmaßnahmen durch den Landkreis und deren Auswirkungen auf die Auslastung und in den Entgeltverhandlungen • Personalprobleme im Jugendamt und deren Auswirkungen auf die Auslastung und den Hilfeverlauf
Die Auslastung der einzelnen Angebote war sehr unterschiedlich und erfordert eine differenzierte Betrachtung. Wir konnten in den stationären Hilfen zur Erziehung die in den Entgeltverhandlungen vereinbarte Auslastungsquote an allen Standorten erfüllen bzw. übererfüllen.
Insgesamt kann dadurch der stationäre Bereich ein positives Betriebsergebnis vorweisen.
In den ambulanten Hilfen zur Erziehung konnten wir die Auslastungsvorgaben nicht erfüllen, da uns Personal fehlte, wir einen erhöhten Krankenstand zu verzeichnen hatten und auch die Nachfrage seitens des Jugendamtes nicht immer kontinuierlich war. Dadurch war es nicht möglich unser Kontingent an Fachleistungsstunden zu erfüllen. Dennoch gelang es uns von 16.400 Fachleistungsstunden 15.839 Stunden (Vorjahr 16.124 von 16.325 Fachleistungsstunden) zu leisten. Damit konnten wir mit dem ausgehandelten Auslastungsgrad noch ein positives Betriebsergebnis erzielen.
Die Tagesgruppen in Plau und Parchim hatten auch 2024 Auslastungsprobleme. Das hatte mit den hohen Tarifabschlüssen für 2024 und den damit verbundenen Steigerungen des Entgeltes um ca. 20% zu tun. Auf der einen Seite versuchten die Jugendämter dem entgegenzusteuern in dem sie das Hilfeangebot nicht nachfragten und auf der anderen Seite waren nicht genügend Sozialarbeiter (seitens des Jugendamtes) da, um bestehende Anträge von hilfesuchenden Bürger:innen zu bearbeiten. Durch die temporäre Reduzierung von Plätzen und Personal gelang es uns einer steigenden Kostenspirale entgegen zu wirken. Der Bedarf war da und ab der 2. Jahreshälfte stieg die Nachfrage seitens des Jugendamtes erwartungsgemäß an. Zum Jahresende waren die Tagesgruppen wieder ausgelastet und das finanzielle Betriebsergebnis war nur noch gering defizitär. Die Tagesgruppe in Parchim hatte für 2024 eine Auslastung von 83,49% und die Tagesgruppe in Plau 93,46%. Damit sind die Tagesgruppen weiterhin ein wichtiges Jugendhilfeangebot mit fachlicher und finanzieller Perspektive.
Der Leitungs- und Verwaltungsbereich war auch 2024 durch Krankheit und nicht vorhandenem Personal unterbesetzt. Die Fachbereichsleiterin verabschiedeten wir im Spätsommer in den wohlverdienten Ruhestand. Der bisherige Einrichtungsleiter für die stationären Bereich / KJND übernahm die Fachbereichsleitung. Es fehlte uns dann ein Einrichtungsleiter:in und geeignete Bewerbungen waren trotz intensiver Suche für das Jahr 2024 nicht vorhanden. Die Kompensation erfolgte durch das vorhandene Personal mit überdurchschnittlichem persönlichem Einsatz.
Die Entgeltverhandlungen für 2025 konnten mit einem kostendeckenden Ergebnis abgeschlossen werden. Es erfordert inzwischen nicht mehr nur ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft, sondern auch das Aushalten / Entgegenwirkens eines höheren Kontrolldrucks, bis dahin, dass bestimmte Kostenkalkulation (Akzeptanz von Betriebsvereinbarungen und Index-Mietverträgen) einfach nicht anerkannt werden. Dabei ist ein hohes Maß an Willkür zu beobachten.
Tendenziell wird Rechtsberatung immer notwendiger und es sind Grenzen der Akzeptanz und damit der Einigung in den Entgeltverhandlungen so weit erkennbar, dass die Wahrscheinlichkeit von Einigungen und Entscheidungen über die Schiedsstellen und Gerichte zu erwarten sind.
Der Fachbereich Jugendhilfe hat das Jahr 2024 insgesamt mit einem Ergebnis in Höhe von 215 TEUR (Vorjahr -12 TEUR) abgeschlossen.
Schwangerschafts(konflikt)beratung
Unsere Schwangerschafts(konflikt)beratungsstelle stand in 2024 wieder ganzjährig den Ratsuchenden zur Verfügung. Wir berieten insgesamt 204 Personen in unseren beiden Beratungsstellen Sternberg und Crivitz.
Für die Schwangerschaftskonfliktberatung kamen 43 Personen zu uns, um die erforderliche Beratungsbescheinigung zu erhalten. Diese Zahl ist im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren leicht gestiegen. Die Schwerpunkte in den Gesprächen lagen zumeist auf der Beratung zu ergänzen- den Hilfen, die vor allem die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten umfasste. Unsere Unterstützung zielte in diesen Fällen darauf ab, geeignete Leistungen zu finden und teilweise auch bei den unterschiedlichen Antragsstellungen (z.B. Erstausstattung, Kindergeld, Elterngeld, Kinderzuschlag usw.) zu helfen. Ebenso zeigte sich in den Beratungen, dass unsere umfangreiche Netzwerkarbeit mit medizinischen Einrichtungen, den Mitwirkenden der frühen Hilfen, dem Arbeitskreis der sexuellen Bildung M-V und den vielen Weiteren wertvoll für eine gelingende Beratung ist. Das Netzwerk spart Ratsuchenden die lange Suche nach geeigneten Ansprechpersonen.
Im Bereich der Präventionsarbeit haben wir einige Änderungen vorgenommen. Aufgrund der großen Zunahme von Anfragen für die sexuelle Bildung von Schulen, Kitas und Institutionen haben wir unter dem Projekttitel „1000 und 1 Frage“ ein eigenständiges Projekt, losgelöst von der Schwangerschafts(konflikt)beratung, realisiert. Die Resonanz war durchweg positiv, sodass wir ca. 100 Projektdurchführungen verzeichnen konnten. Auch 2024 bot die Beratungsstelle die Möglichkeit des Elternpraktikum der „Babybedenkzeit“ und sexualpädagogische Einzelberatungen an. Die Nachfrage ist wieder steigend und wir konnten somit sechs Veranstaltungen mit 22 Schüler:innen verzeichnen. Für das kommende Jahr haben wir Stand Januar neun geplante Elternpraktika.
Im Wirtschaftsjahr 2024 wurden durch den DRK Kreisverband Parchim e.V. Eigenmittel in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr 28 TEUR) für den Aufgabenbereich Schwangerschafts(konflikt)beratung verwendet, zudem wurde das Projekt sexuelle Bildung mit 30 TEUR aus Eigenmitteln finanziert. Die Schwangerschaftskonfliktberatung, sowie auch die Schulsozialarbeit, sind von vornherein nicht komplett ausfinanziert, die entstehenden Defizite müssen aus Eigenmitteln des Kreisverbandes gedeckt werden. Der DRK Kreisverband Parchim e.V. hat beschlossen, die Schwangerschafts(konflikt)beratungsstelle zum 31.12.2025 zu schließen, wenn die Finanzierung dieser Leistung nicht auf 100 Prozent angehoben wird.
Schulsozialarbeit
Die Schulsozialarbeit hat sich qualitativ in unserem Hilfenetzwerk etabliert und ist hierbei ein wichtiger Teil der regionalen Hilfestruktur für Kinder, Jugendliche und deren Familien. Die Schwierigkeiten liegen hier nicht in der Arbeit der Schulsozialarbeiter, sondern in der gegenwärtigen und künftigen Finanzierung.
Die Schulsozialarbeit ist nach wie vor defizitär, da die 6% Verwaltungs- und Regiekostenpauschale nicht ausreichend sind, um unsere Kosten im Jugendhilfeverbund zu decken. Wir haben nur noch 5 Schulsozialarbeiter:innen. Eine Schulsozialarbeiterin hat gekündigt und eine andere ist in Rente gegangen. Die frei gewordenen Stellen werden durch den DRK Kreisverband Parchim e.V. nicht mehr besetzt.
Im Wirtschaftsjahr 2024 wurden durch den DRK Kreisverband Parchim e.V. Eigenmittel in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr 17 TEUR) für den Aufgabenbereich Schulsozialarbeit verwendet.
Pflege, Senioren, Soziale Dienste
Eine große gesellschaftliche Herausforderung sind die Nach- und Auswirkungen der großen Krisen in den letzten Jahren (Pandemie und Wirtschaftskrisen). Aber auch die Auswirkungen des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) fordern die Wirtschaftlichkeit der Pflegeeinrichtungen. Der Pflegemarkt musste aufgrund der Gesetzgebung mit deutlichen Lohn- und Preissteigerungen umgehen, viele Pflegedienste sind zwischenzeitlich in die Insolvenz gegangen oder kurz davor in die Insolvenz zu gehen. Für den Bereich der Pflege des DRK Kreisverband Parchim bedeutet das, dass wir, soweit es möglich war, mit den Pflegekassen deutliche Kostensatzsteigerungen aushandeln mussten. Dies ging aber auch zu Lasten der Kunden, die diese Preise schlussendlich zahlen müssen. So hatten die ambulanten Dienste in den Kostensatzverhandlungen 2022 bis einschließlich der Kostensatzverhandlungen 2024 Steigerungen zwischen 33,77 % bis zu 53,09 %.
Die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen entwickelt sich positiv. Soweit es möglich war, stützen sich die Einrichtungen gegenseitig. Wie schon im Jahr zuvor merkten wir auch den gesamtgesellschaftlichen Trend einer Übersterblichkeit bei den Klienten und einer deutlich erhöhten Krankenquote bei den Mitarbeiter:innen
Stationäre Pflege
Der Krankenstand der Mitarbeiter:innen hielt sich auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Dennoch konnten wir die Personalplanung so optimieren, dass kein Leasingpersonal eingesetzt werden musste, wodurch die Kontinuität in der Versorgung der Bewohner:innen sichergestellt werden konnte. Trotz der Herausforderungen durch eine verstärkte Fluktuation in der Bewohnerschaft konnte die durchschnittliche Auslastung unserer Einrichtungen auf einem hohen Niveau gehalten werden. Insgesamt verzeichneten wir eine stabile Auslastung von 97 % über alle Bereiche hinweg.
Im Seniorenzentrum erreichten wir erneut eine sehr hohe durchschnittliche Belegung von 98 %. In der Betreibergesellschaft Pflegeheim Sternberg konnten wir, trotz der natürlichen Fluktuation, die Auslastung weiter optimieren und eine konstante Belegung sicherstellen. Die im vergangenen Jahr durchgeführten Qualitätsprüfungen ergaben positive Ergebnisse. Dies bestätigt unsere kontinuierlichen Anstrengungen zur Sicherstellung und Verbesserung der Pflegequalität. Neben der Bewältigung der operativen Herausforderungen wurden auch im Jahr 2024 die bestehenden Qualitätsrichtlinien evaluiert, Strukturen überprüft und fortlaufend zur Optimierung der internen Prozesse angepasst.
Im Jahr 2024 wurden entscheidende Schritte zur Digitalisierung und Modernisierung der Einrichtung eingeleitet, um 2025 in die Umsetzung zu gehen. Ein zentraler Meilenstein war die Vorbereitung der Implementierung der Telematik Infrastruktur, die eine sichere und effiziente digitale Vernetzung aller relevanten Akteure im Gesundheitswesen ermöglicht. Durch diese Maßnahme wird die Kommunikation zwischen Pflegeeinrichtungen, Ärzt:innen, Apotheken und Krankenkassen verbessert, was langfristig zu einer optimierten Versorgung unserer Bewohner:innen beiträgt.
Ein weiteres bedeutendes Projekt, das 2024 gestartet wurde, ist die geplante Umstellung der Software „Medifox“ auf „MD stationär“. Diese Veränderung wird nicht nur eine effizientere Dokumentation der Pflegeprozesse mit sich bringen, sondern auch eine bessere Integration der digitalen Pflegeplanung und -steuerung ermöglichen. Damit einher geht die schrittweise Einführung des Pflegepersonalstärkungsgesetzes, welches darauf abzielt, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern und eine nachhaltige Personalstrategie zu etablieren.
Zusätzlich wurde die Digitalisierung der gesamten Einrichtung weiter vorangetrieben, um 2025 vollumfänglich genutzt werden zu können. Dazu gehört der verstärkte Einsatz digitaler Tools zur Unterstützung der täglichen Arbeitsprozesse, die Optimierung der Dokumentationssysteme sowie die Implementierung neuer Softwarelösungen, um die Effizienz und Qualität in der Pflege weiter zu steigern.
Für das kommende Jahr bleibt die Sicherstellung einer stabilen Personalbesetzung eine der zentralen Herausforderungen. Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeitergesundheit und zur Reduktion des Krankenstandes werden weiterhin verfolgt. Zudem soll der Fokus weiterhin auf der kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse, der erfolgreichen Nutzung der digitalen Möglichkeiten sowie der Sicherstellung einer hohen Pflegequalität liegen.
Teilstationäre Pflege
Die Tagespflege Sternberg verzeichnete einen kontinuierlichen Rückgang der Auslastung. Aufgrund der anhaltend geringen Belegung wurde der Versorgungsvertrag zum 31.12.2024 gekündigt. Bereits zum 16.10.2024 wurde die Einrichtung geschlossen, da alle Tagesgäste erfolgreich in neue Einrichtungen vermittelt werden konnten. Von den 5 Mitarbeiter:innen konnten 3 erfolgreich innerhalb im Unternehmen versetzt werden, 2 Mitarbeiter:innen haben zum 31.12.2024 das Unternehmen verlassen.
Die Tagespflege Parchim konnte ihre Qualität auf einem hohen Niveau halten. Bei der Qualitätsprüfung im September 2024 wurden keine Auffälligkeiten festgestellt, das Ergebnis wurde als sehr gut bewertet. Allerdings hatte auch diese Einrichtung mit einer schwankenden Auslastung zu kämpfen. Die Auslastungsquote für das Jahr 2024 lag bei 76%.
Maßnahmen zur Verbesserung der Belegung wurden geprüft und umgesetzt. Das Team der Tagespflege hat Anfang 2024 einen Betreuungsassistenten verloren.
Das Team bestand 2024 aus insgesamt 5 Mitarbeiter:innen und setzte sich wie folgt zusammen: 2 Pflegefachkräfte, 2 Pflegekräfte und 1 Pflegedienstleitung mit Stellenanteil als Fachkraft. Trotz der Herausforderung bleibt das Ziel, eine qualitative hochwertige Betreuung anzubieten, die Kapazitäten optimal zu nutzen und die Auslastung zu steigern.
Ambulante Pflege / Sozialstationen
Alle Sozialstationen hatten im Jahr 2024 mit den oben unter 4. genannten Heraus- forderungen der Übersterblichkeit bei den Klienten und der extrem hohen Krankenquote bei den Mitarbeiter:innen zu kämpfen. Insbesondere die deutlichen Kostensatzsteigerungen, welche den Sozialstationen einerseits ein wirtschaftliches Arbeiten ermöglichte, verursachte andererseits einen Rückgang der Kundennachfrage. Es müssen mehr Kund:innen mit einer geringeren Anzahl von Leistungen versorgt werden. Die hat einen erhöhten Organisations- und Verwaltungsaufwand zur Folge.
Die Regelprüfungen des Medizinischen Dienst der Krankenversicherung erfolgte in allen drei Sozialstationen mit sehr guten Ergebnissen.
Die Suche nach geeignetem Personal gestaltet sich zunehmend schwieriger. Wir konnten im Jahr 2024 nicht alle offenen Stellen wieder mit qualifiziertem Personal besetzen. Im Bereich der Ambulanten Pflege gibt es aktuell keine Auszubildenden. Auch hier haben wir keine geeigneten Bewerber:innen finden können.
Daraus folgt, dass höhere Umsätze und damit verbunden mehr Klienten bzw. mehr Leistungen mit weniger Personal regeneriert werden müssen.
Sozialstation Parchim Die Sozialstation Parchim versorgte im Jahr 2024 durchschnittlich 140 Klient:innen und stellte damit eine konstante Betreuung sicher. Das Team bestand aus 26 Mitarbeiter:innen, davon 10 Pflegefachkräfte, 9 Pflegekräfte, 2 Hauswirtschaftskräfte, 2 Betreuungskräfte und einer Verwaltungskraft, die an 365 Tagen in Jahr rund um die Uhr im Einsatz waren. Die Krankheitsquote lag im Jahr 2024 bei durchschnittlich 12 % und konnte im zweiten Halbjahr deutlich abgesenkt (-3 %) werden.
Der Umsatz konnte im Jahr 2024 kontinuierlich gesteigert werden, was auf die fortlaufenden Anpassungen der Kostensätze sowie eine stabile Nachfrage nach den angebotenen Leistungen zurückzuführen ist.
Im Laufe des Jahres kam es zu einem Wechsel in der Pflegedienstleitung. Trotz dieser personellen Veränderungen konnte die Sozialstation die gewohnte Stabilität aufrechterhalten.
Die Sozialstation Parchim konnte den Umsatz um ca. 5 % steigern und hat das Jahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.
SAPV Im Jahr 2024 versorgte das Palliativpflegeteam mit insgesamt 5 Mitarbeiter:innen das Kreisgebiet Parchim.
Das Palliativpflegeteam versorgte im Jahr 2024 bis zu 40 Patient:innen.
Trotz der personellen Erweiterung im Jahr 2023 verzeichnete das Palliativteam im Jahr 2024 ein finanzielles Defizit. Im Februar 2025 haben wir gemeinsam mit dem Auftrag-geber dieser Dienstleistung vereinbart, dass wir diese Dienstleistung einstellen. Zum 01.04.2025 wird der Auftraggeber diese Leistungen der SAPV in Eigenregie durchführen. Die Mitarbeiter:innen das Palliativpflegeteam werden durch den Auftraggeber übernommen.
Sozialstation Sternberg Die Sozialstation versorgte im Jahr 2024 durchschnittlich 115 Klient:innen mit 10 Pflegefachkräften sowie 7 Pflegekräften. Nach einer Neustrukturierung der Touren und des Teams mit nunmehr 6 Pflegefachkräften sowie 7 Pflegekräften konnte die Anzahl der Klient:innen im zweiten Halbjahr auf 125 gesteigert werden. Die Krankheitsquote lag im Jahr 2024 bei durchschnittlich 13 % und konnte im zweiten Halbjahr deutlich abgesenkt (-3 %) werden. Die Sozialstation Sternberg konnte den Umsatz um ca. 8 % steigern und hat das Jahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.
Sozialstation Lübz Im Berichtsjahr 2024 arbeiteten in der Sozialstation Lübz insgesamt 35 Mitarbeiter:innen, davon 13 Pflegefachkräfte und 22 Pflegekräfte. Durchschnittlich wurden durch die Mitarbeiter:innen ca. 142 Klienten im Jahr 2024 betreut. Die Krankheitsquote lag im Jahr 2024 bei durchschnittlich 8 % und konnte im zweiten Halbjahr deutlich abgesenkt (-3 %) werden. Auch die Sozialstation Lübz konnte den Umsatz um ca. 7 % steigern und hat das Jahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.
Seniorenwohnanlagen (SWA) / Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz
Die Wohnungen in den Seniorenwohnanlagen (SWA) Banzkow und Lübz waren in 2024 vollständig vermietet. Die Vermietung der Wohnungen in den Seniorenwohnanlagen in Sternberg und Banzkow gestaltet sich seit 2024 schwierig. Hauptgründe für das mangelnde Interesse sind insbesondere die Wohnungsaufteilung und weitere standortbezogene Faktoren.
In den Demenz-Wohngruppen war kein Leerstand zu verzeichnen.
Die Betreuungsangebote wurden kontinuierlich ausgebaut, was sich in steigenden Teilnehmerzahlen widerspiegelt. Gemeinsame Mittagsmahlzeiten werden weiterhin angeboten und erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Austausch zwischen den Betreuern wurde im Jahr 2024 fortgesetzt und wird auch zukünftig weiter intensiviert.
Erforderliche Reparaturen, Wartungen und Prüfungen wurden ordnungsgemäß durchgeführt. Die Sanierungsphase wurde auch in 2024 konsequent fortgeführt. So wurden u. a. in Sternberg im Haus 4 die Fensterelemente erneuert.
Ausblick und Maßnahmen:
Für die Standorte Sternberg und Banzkow werden Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnungsattraktivität geprüft.
Die Weiterentwicklung der Betreuungsangebote bleibt ein zentrales Ziel, um die Lebensqualität der Bewohner weiter zu steigern.
Die Sanierung der Einrichtungen wird fortgeführt, um einen hohen Standard der Wohn- und Betreuungsqualität zu gewährleisten.
Hausnotruf
Die Teilnehmerzahl ist von 422 im Jahr 2023 auf 434 im Jahr 2024 gestiegen, was einer prozentualen Entwicklung von etwa 2,84 % entspricht.
Direkte Kooperationen bestehen nicht, jedoch gibt es wertvolle Kontakte zu relevanten Einrichtungen, darunter die Parchimer Wobau, die AWG Rosenhof (fast alle Bewohner sind bereits Teil des Netzwerks) und die Seniorentreffs in der Umgebung von Parchim Diese Kontakte bieten Potenzial für weitere Teilnehmergewinnung und Vernetzung. Ein bedeutender Meilenstein wurde durch die Vorbereitung der elektronischen Abrechnung erreicht. Dies stellt einen wichtigen Schritt in Richtung Effizienz und Digitalisierung dar. Die Kooperation mit der Parchimer WOBAU wurde weiter ausgebaut.
Seniorenbüro Das Seniorenbüro in Parchim konnte im Jahr 2024 seine Angebote weiterhin auf- rechterhalten. Besonders die Sportgruppen erfreuen sich großer Beliebtheit. Eine bedeutende Neuerung war die Erweiterung des Programms um einen Yoga- Kurs. Im Gegensatz dazu wurden die Spielegruppen eingestellt.
Nach dem Sport wird das Seniorenbüro verstärkt als Begegnungsstätte genutzt, was die soziale Funktion des Angebots unterstreicht. Zudem finden regelmäßig Weihnachtsfeiern sowie Feierlichkeiten zu runden Geburtstagen statt, was zur Gemeinschaftsbildung beiträgt.
Charity-Shop Die Zahl der ehrenamtlichen Helfer:innen ist altersbedingt gesunken. Der Charity Shop wird mittlerweile von einer hauptamtlichen Mitarbeiterin geführt und von 14 ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen unterstützt.
Ein Schwerpunkt für das Jahr 2025 wird es sein, das Ehrenamt zu stärken und neue Freiwillige zu gewinnen, um den Shop und die damit verbundenen Angebote langfristig sicherzustellen.
Die ausgegebenen Textilien sind im Jahr 2024 von 17.610 auf 10.736 Teile gesunken. Dies entspricht einer Rückgangsrate von etwa 39%. Hauptfaktoren für diesen Rückgang waren die sinkende Zahl der Käufer:innen und die zunehmend schlechte Qualität der gespendeten Textilien, wodurch weniger Stücke zur Weitergabe geeignet sind.
Ausblick und Fokus 2025
Stärkung des Ehrenamts, um das Seniorenbüro und den Charity Shop langfristig zu erhalten.
Optimierung der Altkleidersammlung, um eine bessere Qualität der gespendeten Textilien sicherzustellen.
Weiterentwicklung des Seniorenbüros, insbesondere in der Funktion als Begegnungsstätte nach sportlichen Aktivitäten.
Erweiterung der Aktivitäten, um den Bedürfnissen der Senior:innen noch besser gerecht zu werden.
Altkleidersammelbehälter Im Jahr 2024 wurden insgesamt 135.762 kg Altkleider gesammelt. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr 2023, in dem 115.740 kg erfasst wurden. Trotz des Mengenanstiegs war die wirtschaftliche Entwicklung des Altkleidergeschäfts jedoch herausfordernd.
Marktlage und wirtschaftliche Entwicklung
Sinkende Abgabepreise: Die Erlöse pro Kilogramm Altkleider sind im Jahr 2024 weiter gesunken, was zu einem Rückgang der Gesamteinnahmen führte.
Neuer Vertragspartner: Im Zuge der veränderten Marktlage wurde ein neuer Vertragspartner für die Abnahme der gesammelten Altkleider gefunden. Die Vertragskonditionen konnten jedoch die sinkenden Preise nicht kompensieren.
Kostenstruktur: Die anfallenden Kosten für Logistik, Sammlung und Verwaltung konnten nicht mehr refinanziert werden, was die Rentabilität des Geschäftsmodells erheblich beeinträchtigte.
Entscheidung zur Geschäftsaufgabe
Aufgrund der anhaltend angespannten Marktlage und der nicht mehr tragfähigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurde entschieden, das Altkleidergeschäft zum Februar 2025 vollständig aufzugeben. Diese Maßnahme soll finanzielle Verluste begrenzen und Ressourcen für wirtschaftlich nachhaltigere Geschäftsfelder freisetzen.
Entwicklung der Tochtergesellschaften
DRK Rettungsdienst Parchim Ludwigslust gGmbH
Die bestehenden Verträge zwischen unserer Tochtergesellschaft und dem Landkreis blieben im Jahr 2024 unverändert. Die Zusammenarbeit mit dem Träger wurde ausgebaut und verläuft vertrauensvoll, konstruktiv und gut. Die Vorhalteleistungen haben sich im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr etwas erhöht. Die Fahrzeugvorhaltung betrug in 2024 somit 207.855 Stunden, die Personalvorhaltung betrug im selben Jahr 382.368 Stunden.
Unser Personal leistete im Jahr 2024 31.280 Einsätze im Rettungsdienst des Landkreises, wovon 4.383 Einsätze „Fehleinsätze“ (14,01 %) waren.
Am 31. Dezember 2024 waren 242 (Vorjahr: 228) hauptamtliche Mitarbeiter:innen, 29 (Vor-jahr: 26) geringfügig Beschäftigte und 41 (Vorjahr: 37) Auszubildende in der Gesellschaft beschäftigt. Am 31. Dezember 2024 waren weder Bundesfreiwilligendienstleistende (BFD) noch Praktikanten beschäftigt. Sechs Mitarbeiter:innen haben im zurückliegenden Jahr Elternzeit in Anspruch genommen. Eine Mitarbeiter:in befand sich am 31. Dezember 2024 in der passiven Phase der Altersteilzeit und zwei Mitarbeiter:innen in der aktiven Phase.
Im Jahr 2024 lagen wir mit den Personalkosten für das nichtärztliche Einsatzpersonal von 46,36 € je Stunde vorgehaltenem Einsatzpersonal (Vorjahr: 44,47 €) immer noch im Landesdurchschnitt im landesweiten Vergleich der DRK-Rettungsdienste. Unsere Personalkostenquote für das Jahr 2024 ist auf 82,60% (Vorjahr 81,86%) gestiegen. Die Kosten für das Verwaltungspersonal – einschließlich aller Sach- und Nebenkosten und fremdvergebener Verwaltungsdienstleistungen – betrugen in 2024 lediglich 2,47 € je Stunde vorgehaltenem Einsatzpersonal (Vorjahr: 2,47 €). Dies entspricht einem Anteil von 4,16% an den Gesamtkosten (Vorjahr: 4,32%).
Die DRK Rettungsdienst Parchim Ludwigslust gGmbH verfügt über eine angemessene Liquidität. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2024 zu jedem Zeitpunkt gegeben.
Die DRK Rettungsdienst Parchim Ludwigslust gGmbH blickt auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr 2024 zurück. Die oberste Priorität – die Sicherstellung des Rettungsdienstes konnte durchgehend gewährleistet werden. Die Gesellschaft wurde dabei von verschiedenen Entwicklungen geprägt, die den Rettungsdienst im Landkreis Ludwigslust-Parchim nachhaltig beeinflussten.
2024 konnten alle geplanten Standorterweiterungen ganzjährig betrieben werden. Dies führte zu einer verbesserten Disposition der Rettungsmittel und verkürzten Eintreffzeiten
bei Notfällen. Gleichzeitig investierte das Unternehmen gezielt in die Ausbildung von Rettungssanitäter:innen: Alle Absolvent:innen wurden übernommen, wodurch der Personalbestand stabilisiert und die langfristige Fachkräftesicherung unterstützt wurde. Das Jahr war auch von wirtschaftlichen und logistischen Herausforderungen geprägt. Die Energiekrise und unsichere Marktbedingungen führten zu Versorgungsengpässen bei Medikamenten, Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen, wodurch längere Lieferzeiten in Kauf genommen werden mussten. Trotz dieser Schwierigkeiten konnte die Einsatzfähigkeit des Rettungsdienstes jederzeit aufrechterhalten werden.
Eine der bedeutendsten Entwicklungen 2024 war die bevorstehende Kommunalisierung des Rettungsdienstes. Der Kreistag Ludwigslust-Parchim hatte bereits 2023 entschieden, den Rettungsdienst künftig durch eine landkreiseigene Gesellschaft zu betreiben. Im November 2024 stimmten die DRK Kreisverbände Parchim und Ludwigslust dem Verkauf ihrer Gesellschaftsanteile zu. Am 20. Dezember 2024 wurde die Geschäftsanteilsübertragung notariell vollzogen und die Gesellschaft erhielt zum 01.01.2025 den Namen „Rettungsdienst Parchim Ludwigslust gGmbH“.
Mit der Übernahme durch den Landkreis wird die Gesellschaft voraussichtlich 2025 mit zwei weiteren Rettungsdienstgesellschaften fusionieren, um eine einheitliche Struktur unter dem Namen LUP-Rettungsdienst gGmbH zu schaffen. Dies markiert das Ende der langjährigen und erfolgreichen Tätigkeit der DRK Kreisverbände mit ihrer gemeinsamen Tochtergesellschaft als größter Anbieter rettungsdienstlicher Leistungen im Landkreis.
Trotz der bevorstehenden strukturellen Veränderungen war 2024 ein erfolgreiches Jahr. Die Fortschritte in Standortentwicklung und Personalgewinnung haben die Qualität der rettungsdienstlichen Versorgung im Landkreis weiter verbessert. Die Gesellschaft wird den Übergangsprozess aktiv begleiten und sich weiterhin mit vollem Engagement für eine optimale Patientenversorgung einsetzen.
Unsere Tochtergesellschaft hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.
Die Leistungen unserer Gesellschaft haben sich mit 423 Intensivtransporten im Jahr 2024 (353 Transporte im Vorjahr) deutlich erhöht. Trotzdem sanken die insgesamt gefahrenen und vergüteten Einsatzkilometer um 6 Prozent von 63 Tkm (Vorjahr) auf 59 Tkm in 2024. Damit wird der Trend der Vorjahre, dass sich die durchschnittliche Einsatzdauer und -strecke verringert, auch im Jahr 2024 fortgesetzt.
Die Erträge aus Umsatzerlösen sind im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent gestiegen.
Die Leistungserbringung zur Durchführung bodengebundener Intensivtransporte durch die Gesellschaft erfolgt auf Grundlage des im Jahr 2015 neu geschaffenen Rettungsdienstgesetzes für das Land Mecklenburg-Vorpommern in Verbindung mit der im Jahr 2016 erlassenen Rettungsdienstplanverordnung für das Land Mecklenburg-Vorpommern.
Auf Basis voran genannter Bestimmungen wurde die bestehende Dienstleistungskonzession zur Durchführung von Intensivtransporten außerhalb des öffentlichen Rettungsdienstes unserer Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2028 verlängert.
Auf Grund der aktuell sehr langen Lieferzeiten von Einsatzfahrzeugen haben wir die Ersatzbeschaffung unseres aktuellen Intensivtransportfahrzeuges bereits jetzt begonnen und die Aufträge für die Lieferung und den Ausbau des Basisfahrzeugs erteilt.
DRK Betreibergesellschaft Pflege Sternberg gGmbH
Die tatsächliche strukturelle, inhaltliche und organisatorische Einbindung der Betreibergesellschaft in die Leistungserbringung des DRK Kreisverband Parchim wird unabhängig von der Rechtsform stetig weiter fortgeführt. Die Entwicklungen bzw. der Bericht über das Jahr 2024 ist deshalb dem Bericht zur Stationären Pflege gleichzusetzen (siehe Punkt 4.1).
Auch im Wirtschaftsjahr 2024 konnte die Gesellschaft mit einem positiven Ergebnis abschließen.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Vorgänge besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres
Die Rekommunalisierung des Rettungsdienstes und somit der Wegfall eines unserer Hauptgeschäftsfelder - eines Teils unserer Verbands-DNA - ist erfolgt und wir müssen uns diesen Gegebenheiten stellen. Das heißt, wir müssen beispielsweise leerstehende Räume einer neuen, einer anderen Nutzung zuführen. Wir müssen die Verwaltung so verändern, dass die Kollegen:innen, die Teile ihrer Arbeitszeit für den Rettungsdienst erbracht haben, andere Aufgaben erfüllen.
Von den klassischen Kleidercontainern werden wir uns in 2025 verabschieden (siehe Punkt 4.6.3). Der Altkleidermarkt ist zusammengebrochen und dadurch werden wir unsere Altkleider nicht mehr kostendeckend verkaufen können, was dazu führt, dass wir uns von diesem traditionellen, typischen DRK Aufgabenfeld trennen müssen.
Den Bereich der ambulanten Pflege in Banzkow werden wir gleichfalls Mitte 2025 aufgeben. Auch hier ist absehbar kein wirtschaftlich tragbares Konzept realisierbar.
Darüber hinaus waren nach dem Ende des Geschäftsjahres keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung zu verzeichnen.
Voraussichtliche Entwicklung des Vereins
Die im Vorwort genannten Herausforderungen führen dazu, dass wir schnell auf diese reagieren müssen und dennoch nicht immer erfolgreich dabei sein werden.
Warum sehen wir das so?
Die Entwicklungen des Jahres 2024 zeigen deutlich, dass der gesellschaftliche Wandel in rasantem Tempo voranschreitet. Die Unsicherheiten sind größer als je zuvor: Die sozialen Sicherungssysteme stehen unter massivem Druck, während die Verteidigungsausgaben in die Höhe schnellen. Die Finanzierung der Wohlfahrt wird immer schwieriger – und dass, obwohl der Bedarf an sozialen Dienstleistungen stetig wächst.
1. Die Rolle des andauernden Krieges und der geopolitischen Spannungen Der Krieg in der Ukraine wird auch 2025 die politische und wirtschaftliche Realität in Europa bestimmen. Die steigenden Verteidigungsausgaben könnten dazu führen, dass Mittel für soziale Projekte gekürzt werden. Wir müssen uns darauf einstellen, dass Finanzierungslücken größer werden und soziale Dienstleistungen stärker priorisiert werden müssen. Gleichzeitig wird die Integration von Geflüchteten aus der Ukraine und anderen Krisenregionen weiterhin eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe bleiben.
2. Auswirkungen der US-Wahlen auf Europa und unsere Arbeit Die Präsidentschaftswahlen in den USA werfen viele Fragen auf. Ein politischer Kurswechsel in Washington könnte direkte Auswirkungen auf die europäische Sicherheits- und Wirtschaftspolitik haben. Instabile transatlantische Beziehungen könnten zu wirtschaftlichen Unsicherheiten führen, die sich wiederum auf die Finanzierung des Sozialsektors auswirken. Für uns als Wohlfahrtsverband bedeutet das, dass wir uns auf wechselnde Rahmenbedingungen einstellen müssen – ohne jedoch unser soziales Engagement aus den Augen zu verlieren.
3. Finanzierung der Wohlfahrt versus Investitionen in Sicherheit Die Debatte um die Priorisierung öffentlicher Mittel wird 2025 weiter an Bedeutung gewinnen. Während Milliarden in die Verteidigung fließen, wird die Finanzierung sozialer Dienstleistungen zunehmend zur Herausforderung. Doch Sicherheit bedeutet nicht nur militärische Stärke – sie bedeutet auch soziale Stabilität, Chancengleichheit und den Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft. Hier müssen wir als DRK Kreisverband Parchim e.V. eine klare Stimme haben und deutlich machen, dass ein starker Sozialstaat ebenso essenziell für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft ist wie nationale Sicherheit.
4. Sozialer Wandel und die Zukunft der Wohlfahrt Die wachsende soziale Ungleichheit, steigende Lebenshaltungskosten und eine zunehmend polarisierte Gesellschaft stellen die Wohlfahrt vor neue Herausforderungen. Wir müssen uns verstärkt für den Erhalt wichtiger sozialer Dienstleistungen einsetzen – sei es in der Pflege, in der Kinder- und Jugendhilfe oder in der Unterstützung von Menschen in Notlagen. Die Frage der Refinanzierung bleibt dabei eine der zentralen Herausforderungen, insbesondere vor dem Hintergrund einer möglichen wirtschaftlichen Rezession.
5. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz Die Rolle der Digitalisierung und künstlicher Intelligenz im sozialen Bereich wird weiter zunehmen. 2025 könnte ein Jahr sein, in dem wir neue Wege gehen müssen, um effizienter und ressourcenschonender zu arbeiten. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt und digitale Lösungen nicht die persönliche Betreuung ersetzen, sondern ergänzen.
6. Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel Die steigenden Kosten und der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften werden uns auch im Jahr 2025 intensiv beschäftigen. Es wird entscheidend sein, neue Modelle der Fachkräftegewinnung zu entwickeln und attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen, um langfristig eine stabile Personalstruktur zu sichern.
7. Notwendigkeit strategischer Partnerschaften Angesichts der zunehmenden Herausforderungen wird es für den DRK Kreisverband Parchim e.V. wichtiger denn je sein, strategische Partnerschaften mit Politik, Wirtschaft und anderen sozialen Trägern zu stärken. Nur durch gemeinsame Lösungen können wir nachhaltige Strukturen schaffen und unser Engagement für die Menschen in der Region sichern.
Fazit: Unsere Verantwortung in unsicheren Zeiten Das Jahr 2025 wird von Unsicherheiten geprägt sein – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Doch gerade in Zeiten des Wandels ist es unsere Aufgabe als Wohlfahrtsverband, Stabilität zu bieten, soziale Gerechtigkeit einzufordern und Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen.
Unsere Aufgabe ist es, darauf hinzuweisen, dass Sicherheit nicht allein durch militärische Stärke gewährleistet wird, sondern vor allem durch eine funktionierende Gesellschaft, in der Solidarität und Menschlichkeit nicht dem Sparzwang geopfert werden.
Wir bleiben zuversichtlich: Mit einer klaren Haltung, engagierten Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen sowie der Bereitschaft, uns den Herausforderungen aktiv zu stellen, wird der DRK Kreisverband Parchim e.V. auch 2025 eine tragende Säule der sozialen Infrastruktur in unserer Region bleiben.
Parchim, im März 2025
Steffen KanertSteffen Heine Vorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstandes
Rechenschaftsbericht
der DRK Gemeinschaften für den Zeitraum 2024
In unserem Kreisverband Parchim sind die Gemeinschaften Bereitschaften, Jugendrotkreuz und Wasserwacht im Ausschuss ehrenamtlicher Dienst organisiert.
Sie werden vertreten durch die Kreisleitungen:
Jugendrotkreuz Jutta und Martina Hastädt
Kreisbereitschaftsleitung Ute und Bernd Gratzki
Vertreter der Kreisleitung der Wasserwacht Jens-Uwe Wagner und Steffen Beiche
Bernd Gratzki ist der Leiter des AED und Vertreter der Gemeinschaften im Präsidium. Unsere Aufgabe ist es, die ehrenamtliche Arbeit in unserem Kreisverband zu koordinieren und dem Vorstand sowie dem Präsidium in diesen Fragen fachberatend zur Seite zu stehen. Die ehrenamtliche Arbeit ist in unserem Kreisverband Parchim sehr vielseitig. In unserem Bericht für 2019 können wir nur einen kleinen Teil unserer Aktivitäten vortragen.
Rückblicke
"Nur wenn du auch weißt, wo du hin willst, kannst du den Weg dahin finden. Sonst wirst du nur vor dich hin irren."