Bei unserem Projekt „Kleine Retter ganz groß“ geht es nicht nur darum, was Kinder bei Unfällen und in außergewöhnlichen Situationen tun können. Helfen beginnt oft viel früher: beim Wahrnehmen, Nachfragen und Zuhören.
In der DRK Bewegungskita Pfiffikus Lübz haben sich die Kinder deshalb intensiv mit dem Thema (Mit-)Gefühl beschäftigt.
Kann ich sehen, wie es dir geht?
Wenn jemand traurig schaut, geht es ihm dann wirklich schlecht? Braucht ein weinendes Kind eine Umarmung? Und können wir immer erkennen, wie sich ein anderer Mensch gerade fühlt?
Gemeinsam haben die Kinder erfahren: Wir können aufmerksam hinschauen, aber wir können nicht sicher wissen, was in einem anderen Menschen vorgeht.
Deshalb ist Nachfragen so wichtig: Wie geht es dir? Was brauchst du?
So können Kinder lernen, Hilfe nicht einfach vorauszusetzen, sondern sie passend anzubieten. Denn jeder Mensch ist anders. Was einem Kind guttut, kann für ein anderes gerade nicht das Richtige sein.
Eine Tasche voller Trost und Fürsorge
Passend zum Thema ist nun die Trosttasche in der DRK Bewegungskita Pfiffikus Lübz eingezogen.
Darin steckt ganz viel Fürsorge: Ein Pflaster kann bei einer kleinen Verletzung helfen. Das Herz steht für „Ich bleibe bei dir“. Taschentücher sind für Tränen da und ein Kuscheltier kann etwas zum Festhalten sein.
Bildkarten erinnern die Kinder außerdem an wichtige Möglichkeiten zu helfen: Ich höre zu. Ich hole Hilfe.
Und die Kinder lernen noch etwas sehr Wichtiges: Auch Grenzen gehören dazu. Manchmal bedeutet es, gut für sich selbst zu sorgen und zu sagen: „Stopp – ich brauche gerade Ruhe.“
Jeder Mensch braucht etwas anderes
Mit der Trosttasche wird für die Kinder greifbar, was Mitgefühl bedeuten kann. Es geht nicht darum, sofort eine Lösung zu kennen. Viel wichtiger ist es, aufmerksam zu sein, nachzufragen und zuzuhören.
Vielleicht möchte jemand Nähe. Vielleicht hilft ein Kuscheltier. Vielleicht möchte ein Kind erzählen. Und vielleicht braucht es gerade ein bisschen Abstand.
Denn jeder Mensch mag etwas anderes – und das ist völlig in Ordnung.
So lernen unsere kleinen Retterinnen und Retter Schritt für Schritt: Helfen bedeutet auch, die Bedürfnisse und Grenzen anderer Menschen zu respektieren.
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