Transparenz [ Zahlen - Daten - Fakten ]

Wir, das Deutsches Rote Kreuz Kreisverband Parchim e.V., sind ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Uns ist es ein Anliegen, transparent, einfach und übersichtlich über unsere Strukturen und Ziele, sowie die Mittelherkunft- und Verwendung zu informieren.

Der DRK Kreisverband Parchim e.V. folgt der freiwilligen Selbstverpflichtung der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ und veröffentlicht deren Vorgaben entsprechend folgende Angaben:

Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr unser Organisation

Name:
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Parchim e.V.

Sitz des Vereins:
Parchim

Anschrift:
DRK Kreisverband Parchim e.V.
Moltkeplatz 3
19370 Parchim

Gründung:
14.06.1990

Das Deutsche Rote Kreuz ist Mitglied des Deutschen Spendenrates.

Durch die Unterzeichnung einer Selbstverpflichtungserklärung verpflichten wir uns zur Einhaltung der Grundwerte des Deutschen Spendenrates: 
Transparenz, Sicherheit, Glaubwürdigkeit, ethische Standards und Rechenschaft. 
 

Satzung, Selbstverständnis und Ziele

Der DRK-Kreisverband Parchim e.V. ist in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins tätig. Er ist ein Mitgliedsverband des Deutschen Roten Kreuzes und damit Teil der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und der nationalen Hilfsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Als Teil davon nimmt er die Aufgaben wahr, die sich aus den Genfer Rotkreuz-Abkommen, den Zusatzprotokollen und den Beschlüssen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Konferenz ergeben.

Der DRK-Kreisverband Parchim e.V. ist Mitgliedsverband im DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Dachverband und die Gesamtheit seiner Gliederungen sowie deren Mitglieder auf dem Gebiet des östlichen Landkreises Ludwigslust-Parchim im Bereich des Altkreises Parchim. Zu ihm gehört 1 Ortsverein in Sternberg. Des Weiteren nimmt der DRK-Kreisverband Parchim e.V. für seine drei Beteiligungsgesellschaften die Gesellschafterfunktion wahr. Der DRK-Kreisverband Parchim e.V. stellt sich mit all seinen Gliederungen und den ca. 2.000 Mitgliedern diesen Aufgaben. Gemäß seinem Selbstverständnis erfolgt die Arbeit nach den sieben Grundsätzen Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.

Zur Verwirklichung seines humanitären Auftrages im Einklang mit der Satzung wirbt er in der Bevölkerung und sammelt Spenden. Zudem ist der DRK-Kreisverband Parchim e.V. im Wesentlichen auf öffentliche und nichtöffentliche Zuwendungen, Beiträge und Zuschüsse Dritter angewiesen.

Unsere Satzung zum Download 


Unsere Satzung definiert unser Selbstverständnis und unsere Ziele in den §§ 1 und 2.

§1 und §2 der Satzung des DRK Parchim
 

Finanzamt

Wir sind wegen Förderung der Zwecke der amtlich anerkannten Verbände der freien Wohlfahrtspflege als gemeinnützig anerkannt und nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Schwerin, Steuernummer 090/141/04302 vom 15.12.2025 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des KStG von der Körperschaftsteuer befreit.

Name und Funktion der Entscheidungsträger

Das höchste Entscheidungsgremium des DRK-Kreisverband Parchim e.V. ist die Kreisversammlung.

Sie wählt die Mitglieder des Präsidiums, beschließt den Wirtschafts- und Investitionsplan, den Jahresabschluss und entlastet das Präsidium.

Die Führung des Verbandes erfolgt durch einen hauptamtlichen Vorstand und durch ein ehrenamtliches Präsidium und sichert somit die Trennung von Aufsicht und Exekutive. Der Vorstand führt die Geschäfte des Landesverbandes gem. § 26 BGB. Das ehrenamtliche Präsidium ist für Grundsatzentscheidungen und die Kontrolle des Vorstandes zuständig.


Dem Präsidium gehören an:

  • Wolfram Reisener, Präsident
  • Wolfgang Waldmüller, Stellvertretender Präsident
  • Herr Martin Eberwein, Schatzmeister
  • Herr Dr. med. Karsten Matheja, Kreisverbandsarzt
  • Herr Enrico Stellmacher, Justitiar
  • Herr Steffen Beiche, Vertreter der Gemeinschaften


Zusammensetzung des Vorstandes:

  • Herr Steffen Kanert, Vorstandsvorsitzender
  • Herr Steffen Heine, Mitglied des Vorstandes
  • Frau Ines Müller, Mitglied des Vorstandes
     
Berichte über die Tätigkeit unserer Organisation
Personalstruktur

Im DRK Kreisverband Parchim waren am 31. Dezember 2024 439 hauptamtliche Mitarbeiter:innen sowie 18 Auszubildende beschäftigt.

16 (Vorjahr 17) Mitarbeiter:innen haben im zurückliegenden Jahr Elternzeit in Anspruch genommen. 


In unserem Kreisverband waren im Jahr 2024 knapp 300 Ehrenamtliche aktiv tätig.

Alle Organigramme des DRK Kreisverband Parchim e.V., der Tochtergesellschaften und Beteiligungen (Stand 2026)

 

Mittelherkunft und Mittelverwendung

Eine Übersicht über unsere Einnahmen und Ausgaben im Berichtsjahr 2024 finden Sie hier:

Mittelherkunft / Mittelverwendung für das Geschäftsjahr 2024

Mitgliedsverbände / Tochtergesellschaften

Das Deutsche Rote Kreuz in Deutschland ist föderal strukturiert. Der Zentralverband ist der Bundesverband, Deutsches Rotes Kreuz e.V.. Seine Mitglieder sind die 19 Landesverbände und der Verband der Schwesternschaften. Der DRK- Kreisverband Parchim e.V. ist neben den weiteren 13 DRK-Kreisverbänden in Mecklenburg-Vorpommern Mitglied im DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.


Der DRK- Kreisverband Parchim e.V. hat folgende 100%ige Tochterunternehmen:

  • DRK Betreibergesellschaft Pflegeheim Sternberg gGmbH
  • DRK Parchim Intensivverlegungsdienst Mecklenburg-Vorpommern gGmbH


Darüber hinaus hält der Kreisverband:

  • und an der Freie berufliche Schule für Soziales Westmecklenburg GmbH mit 25,033%
     
Zuwendungen

Der DRK Kreisverband Parchim e.V. erhält von folgenden juristischen oder natürlichen Personen jährliche Zuwendungen, die mehr als zehn Prozent der gesamten Jahreseinnahmen ausmachen:

  • alle jährlichen Zuwendungen liegen unter 10% der gesamten Einnahmen


Größter Fördermittelgeber:

  • Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern mit 2%

     

Downloads

Transparency 2024 DRK Kreisverband Parchim e.V.

„Wer sein Ziel nicht kennt, kann auch den Weg nicht finden.“ (Christian Morgenstern)

Bericht Kreisversammlung 2024

Liebe Mitglieder des DRK-Kreisverbandes,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
sehr geehrte Gäste!

Es ist nun fast schon so etwas wie eine Tradition, dass ich hier stehe und meinen Bericht mit einem Zitat beginne. Ich bemühe heute den Dichter Christian Morgenstern, der uns sagen will: 

“Nur wenn du auch weißt, wo du hin willst, kannst du den Weg dahin finden. Sonst wirst du nur vor dich hin irren.”

Mit diesem Zitat verbinde ich eine klare Feststellung: Wir haben Ziele. Und Sie alle wissen um diese Ziele. Ziele wie bspw.:

Menschliches Leid verhüten und lindern 

- Die Interessenvertretung für sozial Benachteiligte
- Die Vermittlung von Menschlichkeit und Engagement oder
- Der Bevölkerungsschutz und die Katastrophenhilfe

…. um nur einige zu nennen

Somit ist unser Weg klar aufgezeigt. Er liegt vor uns. Wir müssen ihn nur gehen. Wenn das so einfach wäre - das werden einige mir jetzt entgegnen – völlig zu Recht. 

Denn unser Weg führt zunehmend durch Verunsicherung von Menschen, die, beeinflusst von Kriegen in dieser Welt, von einer sich anbahnenden Rezession, von gesellschaftlichen Veränderungen, von Unsicherheit in vielen Belangen ihren Alltag – und dazu gehört die Arbeit – gestalten und immer öfter versuchen, einfach nur irgendwie über die Runden zu kommen. 

Zur politischen Unsicherheit kommt eine gesellschaftliche Teilung. Es wird arg polarisiert. Es ist ein Kampf im Gange um all die Mittel, die für notwendige Aufgaben zu verteilen sind. Nicht selten stellt sich die Frage: Sicherheit oder Soziales? Beides bitte wäre schön… Doch wer soll’s am Ende bezahlen? Dementsprechend wächst die Sehnsucht nach Ruhe und Entspannung, Momente ohne Konflikte, zur Abwechslung mal einfachen Lösungen und der Balance, auch Spaß und Freude ausreichend genießen zu können. Das ist die eine Seite der Medaille.

Die andere ist unser Ziel, unser Auftrag. Wir können es auch Philosophie, Anspruch oder auch Verantwortung nennen. Inhaltlich wissen wir alle, dass wir über Werte und die Arbeit mit Menschen reden. Unsere Werte, wie bspw. Vertrauen, Verantwortung, Menschlichkeit und Respekt und die Menschen stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Und das ist, egal, welche Bedingungen uns „von außen“ diktiert werden. 

Wir stehen ein für alle, die Hilfe bedürfen, Begleitung annehmen und Unterstützung brauchen. Wir verstehen uns in all unserem Tun als soziales und wirtschaftliches Unternehmen. Das Rote Kreuz ist eine starke Marke: Wir stehen für Tradition und Moderne, Vielfalt. Unser Engagement für die Menschen in unserer Region ist nicht verhandelbar.

Wie sehr das im vergangenen Jahr gelungen ist, aber auch, in welchen Bereichen wir unseren Weg noch einmal prüfen mussten, darauf möchte ich jetzt eingehen.

Wir sind und bleiben ein verlässlicher Partner, anerkannter Arbeitgeber und, das soll nicht unerwähnt bleiben, beachtlicher Wirtschaftsfaktor der Region. Ich wiederhole mich gern: Sie alle, im Haupt- und Ehrenamt, tragen dazu bei, dass wir unserem Auftrag folgen und sehr viel für die Menschen im Landkreis Ludwigslust-Parchim erreichen können. Unser Motto „Aus Liebe zum Menschen.“ greift – es ist Garant für eine mutmachende Begleitung vom Anfang bis zum Ende des Lebens.

Schauen wir zunächst mal auf die Kleinen, also den Anfang des Daseins und damit unser Engagement im Bereich frühkindliche Bildung. 

Im Fokus des Bereiches der Kindertagesstätten lag in 2024 einerseits die Auslastung der Kitas bei sinkenden Kinderzahlen in den Einzugsgebieten und andererseits ein optimales, auskömmliches Verhandlungsergebnis in den Leistungs- und Entgeltverhandlungen. Die Kindertagesstätten des Kreisverbandes können dennoch in 2024 auf ein wirtschaftlich erfolgreicheres Jahr zurückblicken. Das Ziel einer 95-prozentigen Auslastung wurde nur teilweise erreicht, was uns zeigt, dass eine verlässliche Prognose der Kinderzahlen immer schwieriger wird. 

Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit über die sozialen Medien im Sozialraum sowie Sozialraumarbeit und niedrigschwelligen Angebote zur Stärkung von Elternkompetenzen kann und muss es uns gelingen, noch mehr Mütter und Väter von unserer tollen, qualitativ hochwertigen Entwicklungsbegleitung der Familien und unseren Angeboten zu begeistern.

Um den Nachwuchs muss sich der Kita-Bereich keine Sorgen machen, mit 17 Auszubildende in unseren 6 Kitas investieren wir in unsere Zukunft, denn wir bilden aus, um eine langjährige Arbeitsbeziehung anzubahnen.

In den Kita-Küchen in Parchim und Sternberg gelang das schon sehr gut, Neukunden für uns zu gewinnen. und hier merken wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das Konzept der gesunden Kita-Küche bestätigt die Bedarfe von Kindern und deren Eltern, ihre Kinder gesund ernähren zu wollen und muss durch mehr Präsenz in der jeweiligen Region weitere Kunden überzeugen. 

Der Jugendhilfeverbund kämpft nach wie vor mit den hohen wirtschaftlichen Risiken durch die alleinige finanzielle Abhängigkeit von den kommunalen Jugendämtern. Trotzdem ist es gelungen, in den stationären Hilfen zur Erziehung die in den Entgeltverhandlungen vereinbarte Auslastungsquote an allen Standorten zu erfüllen bzw. noch mehr zu erreichen. Insgesamt kann dadurch der stationäre Bereich ein positives Betriebsergebnis vorweisen.

In den ambulanten Hilfen zur Erziehung ließen sich die Auslastungsvorgaben nicht erfüllen. Dennoch gelang es uns von 16.400 Fachleistungsstunden 15.839 Stunden (Vorjahr 16.124 von 16.325 Fachleistungsstunden) zu leisten. Damit konnten wir mit dem ausgehandelten Auslastungsgrad noch ein positives Betriebsergebnis erzielen.

Die Tagesgruppen in Plau und Parchim hatten auch 2024 Auslastungsprobleme. Durch die temporäre Reduzierung von Plätzen und Personal gelang es uns, einer steigenden Kostenspirale entgegen zu wirken. Damit sind die Tagesgruppen weiterhin ein wichtiges Jugendhilfeangebot mit fachlicher und finanzieller Perspektive.

Unsere Schwangerschafts(konflikt)beratungsstelle stand im Jahr 2024 wieder ganzjährig den Ratsuchenden zur Verfügung. Dennoch mussten erneut erhebliche Eigenmittel aufgebracht werden, um dieses Angebt durchzuführen. Da die Finanzierung nicht auf 100 Prozent angehoben wurde, schließt die Beratungsstelle leider zum Ende dieses Jahres. 

Schwierig gestaltet sich ebenfalls die auskömmliche Finanzierung der Schulsozialarbeit. Sie ist qualitativ in unserem Hilfenetzwerk etabliert und hierbei ein wichtiger Teil der regionalen Hilfestruktur für Kinder, Jugendliche und deren Familien. Aktuell haben wir nur noch fünf Schulsozialarbeiter:innen.

Im Bereich der Präventionsarbeit gab es Veränderungen. Aufgrund der großen Zunahme von Anfragen für die sexuelle Bildung von Schulen, Kitas und Institutionen haben wir unter dem Projekttitel „1000 und 1 Frage“ ein eigenständiges Projekt, losgelöst von der Schwangerschafts(konflikt)beratung, realisiert. Die Resonanz war durchweg positiv. 100 Projektdurchführungen fanden statt.

Da dieses Angebot aber an die Schwangerschaftskonfliktberatung geknüpft war und diese zum Ende 2025 schließen wird, wird bzw. muss auch dieses Angebot eingestellt werden.

Im Bereich Pflege, Senioren, Soziale Dienste geht es weiter mit den Nach- und Auswirkungen der Krisen. Die Finanzierung ist schwierig. Wie schon im Jahr zuvor merkten wir den gesamtgesellschaftlichen Trend einer Übersterblichkeit bei den Klienten und einer deutlich erhöhten Krankenquote bei den Mitarbeiter:innen.

Durch eine gute Personalplanung konnten wir erreichen, dass kein Leihpersonal eingesetzt werden musste. Auf diese Weise gelang es, Kontinuität in der Versorgung der Bewohner:innen sicherzustellen. Trotz aller Probleme schließen wir den Berichtszeitraum mit einer stabilen Auslastung von 97 Prozentüber alle Bereiche hinweg ab. 

Die im vergangenen Jahr durchgeführten Qualitätsprüfungen ergaben positive Ergebnisse. Dies bestätigt unsere kontinuierlichen Anstrengungen zur Sicherstellung und Verbesserung der Pflegequalität.

Ob bei der Begleitung der Jüngsten, ob bei der Unterstützung der Jugendlichen oder der Menschen auf dem letzten Teil des Lebensweges – unsere Mitarbeitenden haben Herausragendes geleistet. Wir danken allen für ihren Einsatz. Ich finde, das verdient einen großen Applaus!

Verschiedene Projekt zur weiteren Digitalisierung und Modernisierung wurden angeschoben. Sie sollen nicht nur nicht eine effizientere Dokumentation der Pflegeprozesse mit sich bringen, sondern auch eine bessere Integration der digitalen Pflegeplanung und -steuerung ermöglichen. Damit einher geht die schrittweise Einführung des Pflegepersonalstärkungsgesetzes, welches darauf abzielt, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern und eine nachhaltige Personalstrategie zu etablieren.

Die die Sicherstellung einer stabilen Personalbesetzung wird eine der zentralen Herausforderungen bleiben. Unser Hauptanliegen zielt auf eine hohe Pflegequalität ab. Ich möchte es noch einmal betonen: Unser Motto „Aus Liebe zum Menschen.“ gilt für alle in der Gesellschaft, die Hilfe und Unterstützung brauchen.

Das schließt nicht aus, konsequent zu sein, wenn ein kontinuierlicher Rückgang der Auslastung gegen den Weiterbetrieb einer Einrichtung spricht. Deshalb haben wir zum Ende des Jahres 2024 den Versorgungsvertrag der Tagespflege Sternberg gekündigt und die Einrichtung bereits im Oktober geschlossen. Alle Klienten konnten anderswo eine neue und gute Begleitung finden.

Auch die Tagespflege in Parchim hatte mit Auslastungsproblemen zu kämpfen. Die Quote lag bei 76 Prozent.

Lassen Sie uns auch einen Blick auf die Sozialstationen werfen. Ich freue mich sehr, dass die Regelprüfungen des Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in allen drei Sozialstationen mit sehr guten Ergebnissen erfolgten. Erwähnt werden muss aber auch, dass alle Sozialstationen im Jahr 2024 mit Herausforderungen der Übersterblichkeit bei den Klienten und der extrem hohen Krankenquote bei den Mitarbeiter:innen zu kämpfen hatten.

Die Sozialstation Parchim konnte den Umsatz um ca. 5 Prozent steigern und hat das Jahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Und das trotz personeller Veränderungen. 

Auch die Sozialstation Sternberg erzielte ein Plus von rund 8 Prozent und hat das Jahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Gleiches gilt für die Sozialstation Lübz. Hier lag der Zuwachs bei sieben Prozent. 

Allen, die daran Anteil haben, gehört mein, unser ausdrücklicher Respekt!

Das Palliativpflegeteam versorgte im Jahr 2024 bis zu 40 Patient:innen. Trotz einer personellen Erweiterung schon im Vorjahr fiel das wirtschaftliche Ergebnis negativ aus. Wir haben daher diese Dienstleistung in die Hände des Auftraggebers zurückgegeben.

Die Wohnungen in den Seniorenwohnanlagen (SWA) Banzkow und Lübz waren in 2024 vollständig vermietet. Für die Standorte Sternberg und Banzkow werden hingegen Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnungsattraktivität geprüft.

Das Seniorenbüro in Parchim konnte im Jahr 2024 seine Angebote weiterhin aufrechterhalten. Besonders die Sportgruppen erfreuen sich großer Beliebtheit. Eine bedeutende Neuerung war die Erweiterung des Programms um einen Yoga-Kurs.

Im Charity-Shop gilt es, das Ehrenamt zu stärken und neue Freiwillige zu gewinnen, um den Shop und die damit verbundenen Angebote langfristig sicherzustellen.

Bei der Altkleidersammlung, gemeint sind hier die Altkleidercontainer, gelang trotz eines Mengenanstiegs keine wirtschaftliche und damit auskömmliche Entwicklung. Dieses Angebot wurde ebenfalls eingestellt.

Zu unseren Tochtergesellschaften möchte ich gern Folgendes erwähnen:

Die DRK Rettungsdienst Parchim Ludwigslust gGmbH verfügte über eine angemessene Liquidität. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2024 zu jedem Zeitpunkt gegeben. Unser Personal leistete im Jahr 2024 insgesamt 31.280 Einsätze im Rettungsdienst des Landkreises. Im vergangenen Jahr konnten alle geplanten Standorterweiterungen ganzjährig betrieben werden. Dies führte zu einer verbesserten Disposition der Rettungsmittel und verkürzten Eintreffzeiten. Gleichzeitig investierte das Unternehmen gezielt in die Ausbildung von Notfall- und Rettungssanitäter:innen: Alle Absolvent:innen wurden übernommen, wodurch der Personalbestand stabilisiert und die langfristige Fachkräftesicherung unterstützt wurde.

Eine der bedeutendsten Entwicklungen 2024 war die ReKommunalisierung des Rettungsdienstes. Dies markiert das Ende der langjährigen und erfolgreichen Tätigkeit der DRK Kreisverbände Parchim und Ludwigslust mit ihrer gemeinsamen Tochtergesellschaft als größter Anbieter rettungsdienstlicher Leistungen im Landkreis.

Unsere Tochtergesellschaft DRK Parchim Intensivverlegungsdienst Mecklenburg-Vorpommern gGmbH hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Die Leistungen unserer Gesellschaft haben sich mit 423 Intensivtransporten im Jahr 2024 (353 Transporte im Vorjahr) deutlich erhöht. Die bestehende Dienstleistungskonzession zur Durchführung von Intensivtransporten außerhalb des öffentlichen Rettungsdienstes unserer Gesellschaft wurde bis zum 31. Dezember 2028 verlängert.

Auch die DRK Betreibergesellschaft Pflege Sternberg gGmbH konnte das Wirtschaftsjahr 2024 mit einem positiven Ergebnis abschließen.

Liebe Mitglieder, liebe Gäste,

Sie haben vernommen, dass wir im Jahr 2024 sowohl sehr erfolgreiche Ergebnisse erzielt haben, aber auch gefordert waren, Entscheidungen zu treffen oder uns Veränderungen zu stellen. Unser Kreisverband steht insgesamt gut dar. Dieser Erfolg ist jedoch nicht isoliert zu betrachten, sondern unmittelbar mit der hohen Qualität unserer Arbeit und dem Engagement unserer Mitarbeitenden verbunden. Die Kompetenz und Motivation unseres Personals bilden die Grundlage für unsere Leistungsfähigkeit – und damit für die wirtschaftliche Stabilität, die wir heute verzeichnen.

Im Jahr 2024 haben wir 439 hauptamtliche Mitarbeiter:innen sowie 18 Auszubildende beschäftigt. Schwerpunkte der Personalarbeit lagen in der gezielten Personalgewinnung, in der Fort- und Weiterbildung, insbesondere mit dem Blick auf die sich ständig verändernden Anforderungen wegen gesetzlicher Neuerungen und dem wachsenden Bedarf an Betreuungs- und Pflegeleistungen.

Und dennoch warten große Herausforderungen auf uns: Ein Zehntel unserer Mitarbeitenden werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Der demographische Wandel macht keinen Bogen um unser Unternehmen. Konsequente Qualifizierung von Mitarbeiter:innen sowie Quereinsteigern durch Weiterbildung im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ist ein Weg, den Personalbestand zu sichern. Dafür haben im vergangenen Jahr 93.000 Euro investiert. 

Durch die voranschreitende Digitalisierung müssen wir zwar einen spürbaren Aufwand betrieben. Wir versprechen uns dadurch aber eine Optimierung von Prozessen.

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass die finanzielle Basis unseres Kreisverbandes im vergangenen Jahr eine positive war. Trotz einiger Veränderungen in der Bilanz gegenüber dem Vorjahr gelang es, mit einem Jahresüberschuss von 760.000 Euro abzuschließen. Unser wirtschaftlicher Erfolg ist kein Selbstzweck, sondern das Ergebnis verlässlicher Strukturen, guter Führung, verantwortungsvoller Entscheidungen und einer professionellen Arbeit, die täglich unmittelbar den Menschen in unserer Region zugutekommt. Er schafft die notwendigen Handlungsspielräume, um auch künftig in Qualität, Innovation und Personalentwicklung investieren zu können – und damit dauerhaft ein starker Partner vor Ort zu bleiben.

Viele Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder sind in den Bereichen Jugendrotkreuz, Wasserwacht, Bereitschaft, Medical Task Force und Wohlfahrts- und Sozialarbeit tätig. Wir sind dankbar, weiterhin knapp 300 Personen zu haben, die ihre Freizeit in den Dienst am Menschen stellen. Diesen Einsatz wissen wir sehr zu schätzen und danken Ihnen.

Wir werden diesen Einsatz sowie den großen Beitrag unserer Mitarbeitenden auch in der Zukunft brauchen, um die Herausforderungen zu meistern. Soziale Schieflachen, immer mehr Hilfebedürftige, nicht auskömmliche Finanzierungsmodelle auf der einen Seite stehen Verunsicherung durch Kriege, Rezession und Wertverlust auf der anderen Seite gegenüber. Diese tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen verlangen von uns neue Wege und moderne Lösungen. Es wird immer deutlicher, dass wir die Herausforderungen der Zukunft nicht mit den Methoden der Vergangenheit beantworten können. Unser wirtschaftlicher Erfolg schafft die notwendigen Handlungsspielräume, um auch künftig in Qualität, Innovation und Personalentwicklung investieren zu können – und damit dauerhaft ein starker Partner vor Ort zu bleiben.

Deshalb richten wir unseren Blick nach vorn: Wir entwickeln unsere Angebote weiter, passen unsere Strukturen an, setzen auf Innovation und Zusammenarbeit und schaffen damit Voraussetzungen, um auch künftig ein tragfähiger, effizienter und verlässlicher Partner für die Menschen vor Ort zu sein. Unser Ziel ist es, Wandel aktiv zu gestalten statt ihm nur zu begegnen – im Sinne einer verantwortungsvollen, nachhaltigen und zukunftsfähigen Organisation. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir dabei auf die Entwicklung unserer Führungskräfte. Sie tragen in diesem Transformationsprozess eine zentrale Verantwortung: Sie geben Orientierung, schaffen Vertrauen und sind Vorbild für die Kultur, die wir im DRK leben wollen. 

Einfach, meine Damen und Herren, geht bekanntlich anders. Der DRK Kreisverband Parchim e.V. hat viele Male unter Beweis gestellt, dass er auch schwierig kann. Mit großem Zusammenhalt, unserer Wertschätzung Ihrer wertvollen Arbeit gegenüber, mit Kreativität und klugen Ideen werden wir unseren Weg gehen.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. 

Meine besten Wünsche mögen Sie in eine friedvolle Advents- und Weihnachtszeit begleiten. Geben Sie auf sich acht. 

Wir sind dankbar, Sie alle in unserem Kreisverband zu wissen. 

Dankeschön!

Rechenschaftsbericht

der DRK Gemeinschaften für den Zeitraum 2024

„Ihre Unterstützung hat nicht nur den Erfolg unserer Vereins unterstützt, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und viele Menschen inspiriert. Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft auf Ihre wertvolle Mithilfe zählen dürfen.“

Ja ich rede von den Engagierten, die in ihrer Freizeit für das Deutsche Rote Kreuz tätig sind – unsere Gemeinschaften JRK, Bereitschaften, Wasserwacht und besonders von unseren Engagierten im Charity Shop.
Viele Stunden und besonderes Engagement wird durch sie nahezu täglich geleistet.
Und wenn wir schon bei den Stunden sind, dann mache wir doch gleich bei den Fakten Gemeinschaften weiter.


Fakten des JRK
Das JRK hat regelmäßige Gruppenarbeit an 3 Schulen mit Teilnehmern von 8 bis 18 Jahren durchgeführt. Zusätzlich wurden kleine Projekte an Schulen organisiert bzw. unterstützt. Besonders zu nennen ist der mit viel Fleiß und Engagement organisierte und durchgeführte JRK - Kreiswettbewerb zur Vorbereitung auf den Landeswettbewerb der vom 13.-15. September in Bergen auf Rügen durchgeführt wurde. Das JRK des KV Parchim e.V. nahm mit 3 Mannschaften, Mimen und Schiedsrichtern teil. Durch die große Unterstützung der Eltern wurde die letztendlich möglich. Weiterhin hat das JRK wieder die Betreuung der Blutspender insgesamt 12 x im Jahr im HdJ in Parchim unterstützt.

Fakten der Wasserwacht
Auch 2024 wurden wieder eigene Schwimmkurse durch die Schwimmlehrer der Wasserwacht des Kreisverbandes Parchim e.V. organisiert und durchgeführt. Auch in diesem Jahr waren die Kurse innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Zusätzlich wurden wieder Schwimmlehrer gestellt, um den gesetzlichen Bildungsauftrag der Schulen Rechnung zu tragen. Wie die Jahre zuvor leisteten die Rettungsschwimmer viele Stunden bei der Absicherung der 4 Schwimmbäder in Malchow, Dreenkrögen, Seehof und Parchim. Zusätzlich wurde nach Möglichkeit auch in Passow abgesichert.
Hierbei war zu erkennen, dass nur unter größten Anstrengungen dies zu leisten ist. Wir haben zwar neue Mitglieder gewinnen können, aber leider auch Abgänge durch Ausbildung und Studium zu verzeichnen.
Bei den Anfragen zur Absicherung des Badebetriebes konnten wir einen starken Zuwachs verzeichnen.

Fakten der Bereitschaften
Seit dem Jahr 2024 wurde ein neues Modell gestartet. Zukünftig wird zu Einsätzen der Sanitätszug mit einem KTW gestellt und der Rettungsdienst damit „entlastet“. Hier waren es schon 6 Einsätze.
Die Besuchshundegruppe hat in 2024 die Ausbildung fortgeführt, um sich auf die anstehende Prüfung im Jahr 2025 vorzubereiten.
Besonders freuen wir uns über die 6 neuen Mitglieder, die unsere Bereitschaften mit ihrem Engagement und Einsatz verstärken.
Bei den wöchentlich stattfindenden Gemeinschaftsabenden, werden nicht nur Ausbildungen durchgeführt, sondern auch die Technik gewartet und gepflegt, so dass man zu jeder Zeit einsatzbereit ist.In 2024 startete die Zusammenarbeit mit der DLRG Zarrentin, der Wassergefahrengruppe West und der Wassergefahrengruppe Ost – uns –. Wir haben gemeinsame Trainings sowie Ausbildungen begonnen. Ebenso wurden erste Übungen mit den Feuerwehren und der Wasserwacht im Landkreis durchgeführt, denn so klappt die Zusammenarbeit auch im Ernstfall.
Insgesamt kann man sagen, dass Zusammenarbeit der Gemeinschaften untereinander sehr gut funktioniert. So unterstützten bspw. die Bereitschaften das JRK bei der Ausrichtung der Kreismeisterschaften oder die Jugendgruppe der Wasserwacht hat sich die Technik in der Bereitschaft angeschaut.
2024 wurde das DRK Eisbaden ins Leben gerufen. Zusammen haben wir diese Veranstaltung geplant. Zahlreiche Gäste kamen in das Parchimer Freibad, um den Mutigen dabei zuzuschauen. Ein Erfolg der auch in den nächsten Jahren ein fester Bestandteil sein soll.
Natürlich sind die genannten Fakten und Ergebnisse nicht alle der tatsächlichen und sehr umfangreichen Leistungen. Sie zeigen jedoch, wie wichtig und notwendig die ehrenamtliche Tätigkeit ist. Es ist erfreulich, zu sehen, wie die Zusammenarbeit wächst.
Allen gebührt Wertschätzung und Dank sowie die mögliche Unterstützung. Nur so kann es gelingen, auch weiterhin als DRK Kreisverband, als WIR gemeinsam für die so wichtigen Aufgaben einzustehen.
 

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!