Zu Beginn der Fachtagung begrüßte die Geschäftsführerin der Freien Beruflichen Schule für Soziales in Westmecklenburg, Ines Müller, die Teilnehmenden herzlich. Sie betonte die Bedeutung von Austausch, Vernetzung und kontinuierlicher Weiterentwicklung für die pädagogische Arbeit und die Führung von Kindertagesstätten.
Anschließend eröffnete der stellvertretende Landrat Lukas Völtsch die Veranstaltung mit einem Grußwort. Dabei überbrachte er zugleich die Grüße des Landrates und brachte dessen besondere Freude über das hohe Engagement, die Leidenschaft und den Enthusiasmus der Kita-Verantwortlichen im Landkreis zum Ausdruck. Er würdigte die wichtige Arbeit der pädagogischen Führungskräfte und deren Beitrag für Kinder, Familien und die Gesellschaft insgesamt.
Einen besonderen Auftakt bot danach das Parktheater Edelbruch mit seinem märchenhaften Stück „Fischer und sin Früh“. Die Inszenierung regte die Teilnehmenden dazu an, den Blick auf das Wesentliche zu richten, und zeigte auf eindrucksvolle Weise, dass weniger oftmals mehr sein kann und vorhandene Schätze nicht immer erkannt werden.
Zu den Höhepunkten des Tages gehörte der Impulsvortrag von Diplompsychologen Jörg Klingohr. Er machte deutlich, dass nachhaltige Veränderung zunächst bei jedem Einzelnen beginnt. Im Mittelpunkt seiner Gedanken standen die Verbundenheit mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit den Dingen, die mit Leidenschaft getan werden. Diese Aspekte seien wichtige Voraussetzungen, um auch in herausfordernden Zeiten Orientierung und Stärke zu finden.
Für den passenden Rahmen sorgte eine abwechslungsreiche Verpflegung, die den Teilnehmenden zugleich Gelegenheit für Gespräche und Vernetzung bot.
Am Nachmittag widmete sich Organisationsentwickler Benjamin Pause der Frage, wie sich Kindertagesstätten als Organisationen weiterentwickeln können. Dabei verglich er Einrichtungen mit Maschinen, Ökosystemen und Flüssen. Anhand dieser Metaphern diskutierten die Teilnehmenden unterschiedliche Perspektiven auf Führung, Zusammenarbeit und Veränderungsprozesse.
In anschließenden Austauschformaten standen praxisnahe Fragestellungen im Mittelpunkt. Diskutiert wurde unter anderem darüber, wie sich ein erster Arbeitstag in einer Einrichtung anfühlt, welche Formen der Wertschätzung im Alltag gelebt werden und welche Rollen beziehungsweise „Hüte“ der Führung den Verantwortlichen besonders liegen oder sie vor Herausforderungen stellen.
Die zahlreichen Impulse und Gespräche machten deutlich, wie wichtig starke und reflektierte Führungspersönlichkeiten für die Zukunft der frühkindlichen Bildung sind. Mit neuen Ideen, frischer Motivation und Zuversicht kehrten die Teilnehmenden am Ende der Fachtagung in ihre Einrichtungen zurück. Denn eine positive und wertschätzende Führungskultur stärkt nicht nur Teams, sondern wirkt sich letztlich auch auf das Wohlbefinden und die Entwicklung der Kinder aus.
Die 2. Kita-Leiter-Fachtagung MV setzte damit ein starkes Zeichen für Austausch, Weiterentwicklung und eine zukunftsorientierte Führungskultur in den Kindertagesstätten Mecklenburg-Vorpommerns.









