Ein Finger, ein Auto, ein Igelball – und viele Spuren
Zuerst tropften wir verschiedene Farben auf Papier und legten eine Folie darüber. Dann durften die Kinder ausprobieren, was sich darunter bewegen lässt. Mit den Fingern strichen und schoben sie die Farben hin und her. Vor ihren Augen vermischten sich die Farbtöne und veränderten sich.
Danach wechselten wir das Werkzeug. Kleine Autos fuhren über die Folie und zogen dabei ihre eigenen Linien durch die Farbe. Mit dem Igelball entstanden wieder andere Spuren und Muster. Jede Bewegung hatte eine Wirkung – mal ganz gezielt, mal eher überraschend.
Dabei konnten wir beobachten, wie aufmerksam die Kinder ihre eigenen Ergebnisse betrachteten. Sie probierten aus, veränderten ihre Bewegungen und entdeckten, dass sie selbst beeinflussen können, was auf dem Papier entsteht. Nebenbei waren Finger und Hände ordentlich gefordert: Beim Streichen, Schieben, Rollen und Fahren übten die Kinder gezielte Bewegungen und ihre Hand-Auge-Koordination.
Auf dem Leuchttisch wird Farbe noch einmal anders
Zum Schluss legten wir die fertigen Farbblätter auf unseren Leuchttisch. Plötzlich wirkten die Farben ganz anders. Das Licht ließ sie leuchten und machte sichtbar, wie sehr sich die Wirkung einer Farbe verändern kann.
Für uns wurde dabei deutlich, wie viele Erfahrungen in einem scheinbar einfachen Farbexperiment stecken. Die Kinder konnten Farben mischen und neue Farbtöne entdecken, verschiedene Materialien erfahren und genau beobachten, was ihre Bewegungen bewirken. Gleichzeitig entstanden ganz individuelle Muster, weil jedes Kind seinen eigenen Weg beim Experimentieren fand.
So verband unser Angebot kreatives Gestalten mit Forschen, Wahrnehmung, Bewegung und Sinneserfahrungen. Vor allem aber konnten die Kinder eines unmittelbar erleben: Ich kann etwas verändern. Ich kann ausprobieren. Und aus meiner eigenen Idee kann etwas Neues entstehen.





