Mit den Händen fühlen, was sich kaum erklären lässt
Zuerst sieht Oobleck unscheinbar aus. Wasser und Maisstärke werden miteinander vermischt – doch sobald wir die Masse mit den Händen oder einem Löffel bewegen, verändert sie sich. Genau das wollten wir gemeinsam genauer untersuchen.
Wir haben gedrückt, gerührt und die Mischung bewegt. Mal fühlte sie sich fest an, dann wieder weich und flüssig. Die Kinder probierten immer wieder aus und beobachteten aufmerksam, was unter ihren Händen geschah. So konnten wir die unterschiedlichen Eigenschaften des Materials unmittelbar erfahren.
Auch verschiedene Gegenstände kamen zum Einsatz. Autos rollten durch die Mischung, glatte Bälle wurden ebenso ausprobiert wie Bälle mit unterschiedlichen Oberflächen. Wir beobachteten, wie sich die Materialien darin bewegten und welche Spuren dabei zurückblieben.
Die Kinder ließen sich ganz auf das Experiment ein. Immer wieder wurde ausprobiert, genau hingeschaut und miteinander verglichen. Aus einer Mischung aus zwei einfachen Zutaten entstand so eine gemeinsame Entdeckungsreise mit den Händen, den Augen und vielen neugierigen Fragen.
Wenn aus Beobachtungen Gespräche werden
Für uns war dabei nicht nur die Materialerfahrung wichtig. Wir nutzten das Experiment auch, um sprachliche Bildung ganz selbstverständlich in das Geschehen einzubinden.
Gerade unsere größeren Hunmelkinder kamen während des Experimentierens miteinander ins Gespräch. Sie beschrieben, was sie wahrnahmen, stellten Fragen und teilten ihre Erfahrungen miteinander. Zwischendurch entwickelten sich auch Gespräche über andere Situationen, die aus dem gemeinsamen Tun heraus entstanden.
Wir konnten erleben, wie eng Ausprobieren und Sprechen miteinander verbunden sind. Die Kinder beobachteten einander, teilten die Materialien und tauschten ihre Gedanken aus. Dabei erweiterten sie ihren Wortschatz und fanden Worte für das, was sie gerade selbst erfahren hatten.
So wurde aus Wasser und Maisstärke weit mehr als eine klebrige Mischung: Wir haben gemeinsam Materialien und Oberflächen erkundet, einander beobachtet und Erfahrungen miteinander geteilt. Und manchmal braucht es dafür tatsächlich nur zwei Zutaten und viele neugierige Hände.







